01:02 29-01-2026

NTSB untersucht Waymo wegen Vorbeifahrens an Schulbussen in Austin

Waymo, ein amerikanischer Anbieter von Robotaxi-Diensten, steht nun unter Untersuchung durch die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB. Der Grund: Seit Beginn des Schuljahres sollen die autonomen Fahrzeuge des Unternehmens in Austin, Texas, mindestens 19 Mal an haltenden Schulbussen vorbeigefahren sein.

Nach US-Verkehrsrecht müssen Fahrer in allen Bundesstaaten anhalten, wenn ein Schulbus mit blinkenden roten Lichtern und ausgefahrenem Stopp-Schild steht. Das Vorbeifahren ist verboten, auch für den Gegenverkehr, es sei denn, die Straße ist baulich getrennt.

Für Waymo ist das kein neues Problem. Bereits im Dezember rief das Unternehmen über 3.000 Fahrzeuge zurück, um eine Softwareaktualisierung durchzuführen, die solche Vorfälle verhindern sollte. Doch der Schulbezirk Austin meldete nach dem November-Update mindestens fünf neue Fälle und forderte Waymo auf, den Dienst in der Nähe von Schulen während der Bring- und Abholzeiten einzustellen. Waymo lehnte dies ab.

Waymo betont, dass es zu keinen Kollisionen kam und dass das Waymo-Driver-System kontinuierlich verbessert wird. Die NTSB plant einen Vor-Ort-Termin in Austin, ein vorläufiger Bericht wird innerhalb von 30 Tagen erwartet.