01:20 02-02-2026
Corvette C8 Getriebe: Produktion ab 2025 bei Tremec in Michigan
Der Mittelmotor-Chevrolet Corvette C8 zählt nach wie vor zu den schnellsten und technisch fortschrittlichsten Sportwagen im Portfolio von General Motors. Ein wesentlicher Grund dafür ist das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe. Allerdings gab es 2025 eine bedeutende Veränderung in der Lieferkette für dieses Getriebe.
Entwickelt und geliefert wird das Getriebe für die C8 Corvette weiterhin von Tremec. Seit dem Modelljahr 2022 wurden einige Einheiten in Lizenz im GM-Werk St. Catharines in Ontario gefertigt. Diese Vereinbarung ist nun beendet: Ab dem Kalenderjahr 2025 werden die Getriebe für die Corvette nicht mehr in Kanada produziert.
Alle Achtgang-DCT-Einheiten für die Corvette werden wieder vollständig im Tremec-Werk in Michigan montiert. Diese Verschiebung schmälert jedoch nicht die strategische Bedeutung des Werks St. Catharines für GM. Das Unternehmen hat bereits bestätigt, dass dieser Standort für die Produktion der nächsten Generation von Benzin-V8-Motoren verantwortlich sein wird.
Derzeit fertigt das Werk die atmosphärischen 5,3-Liter-L84- und 6,2-Liter-L87-Motoren, die in den großen Pick-ups und SUVs von GM zum Einsatz kommen. Das grundlegende Getriebegehäuse ist bei allen C8-Corvette-Varianten gleich, von der Stingray bis zur Z06, E-Ray und dem Topmodell ZR1X. Mit steigender Motorleistung erhält das Getriebe allerdings erhebliche Verbesserungen: verstärkte Antriebswellen, gehärtete Zahnräder, ein optimiertes Schmiersystem, eine neu gestaltete Hinterachse und leistungsfähigere Hydraulikventile.
Diese Modifikationen ermöglichen es dem Getriebe, den extremen Anforderungen der Spitzenmodelle standzuhalten. Alle C8 Corvettes werden weiterhin im Werk Bowling Green in Kentucky montiert, wo das Modell seit 1981 kontinuierlich produziert wird.
Insgesamt betreffen die Veränderungen nicht das Auto selbst, sondern die Logistik eines Schlüsselbauteils. Sie unterstreichen GMs Bestreben, die Produktion kritischer Komponenten zu zentralisieren. Die vollständige Rückverlagerung der Corvette-Getriebeproduktion zu Tremec erscheint folgerichtig: Bei extremen Belastungen und steigender Leistung in den Topmodellen gewinnt die Qualitätskontrolle an Bedeutung, während die geografische Lage in den Hintergrund tritt.