16:23 04-02-2026
GM entwickelt Drift-Modus mit aktiver Aerodynamik für Fahrzeuge
General Motors hat ein Patent für ein System angemeldet, das künftigen Hochleistungsmodellen wie dem Corvette dabei helfen könnte, kontrollierte Drifts mithilfe aktiver Aerodynamik auszuführen. Die Patentschrift beschreibt einen neuen Drift-Modus, der aerodynamische Komponenten automatisch an Fahrereingaben anpasst.
Kernstück ist ein Steuergerät an Bord, das einen Prozessor und Speicher mit voreingestellten dynamischen Programmen kombiniert. Es empfängt Daten von Sensoren an Lenkung und Pedalen, die Lenkwinkel sowie Gas- oder Bremsdruck erfassen.
Das Steuergerät ist zudem mit einem Frontspoiler und einem Heckspoiler verbunden. Wird der Drift-Modus aktiviert, kann das System den Winkel des Frontspoilers und der Hauptplatte des Heckspoilers verändern, um den aerodynamischen Widerstand und den Abtrieb zu erhöhen oder zu verringern. Mehr Abtrieb bedeutet bessere Haftung in Kurven und stabilere Beschleunigung und Bremsung, während weniger Abtrieb das Einleiten eines kontrollierten Drifts erleichtert.
Es wird angemerkt, dass aktuelle Corvette-Modelle wie Z06, ZR1 und ZR1X zwar verstellbare aerodynamische Elemente haben, diese aber fest eingestellt sind. Dies könnte auf Pläne von GM hindeuten, in Zukunft fortschrittlichere aktive Aerodynamik zu implementieren.
Das Patent führt weiter aus, dass das System unabhängig von der Standard-Stabilitätskontrolle arbeiten kann und nicht nur für den Corvette, sondern für jede Art von Fahrzeug anwendbar sein könnte. Mögliche Weiterentwicklungen umfassen den Einsatz ähnlicher elektrisch angetriebener Sensoren sowie die Integration von Navigations- und Parkkameradaten, um Umgebungsbedingungen und Temperatur zu erfassen.