18:50 17-02-2026
Frankreich erhöht Steuern auf Verbrennungsmotoren und fördert Elektrofahrzeuge
Frankreich erhöht den Druck auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und macht den Kauf von Dieselfahrzeugen finanziell unattraktiv. Das aktualisierte Malus Ecologique greift nun bereits ab 108 g/km CO2, wobei der Höchstsatz für Autos mit mehr als 191 g/km bei 80.000 Euro liegt. Dieses progressive System verteuert jeden zusätzlichen Gramm, sodass selbst kleinere Änderungen an der Ausstattung zu einer deutlichen Steuererhöhung führen können. Gleichzeitig gilt auch eine Gewichtssteuer: Die Schwelle sinkt 2026 auf 1.500 kg, wobei jedes Kilo darüber mit 10 bis 30 Euro besteuert wird. Moderne Crossover und Minivans fallen automatisch in hohe Kategorien, und Hybridfahrzeuge mildern die Strafen nur teilweise durch einen Freibetrag von 200 kg ab.
Elektrofahrzeuge genießen derzeit einen Vorteil, da sie bis Mitte 2026 von der Malus-Steuer befreit sind. Danach wird ein Eco-Score-System den CO2-Fußabdruck der Produktion berücksichtigen. Modelle aus Ländern mit "kohlelastigen" Energienetzen könnten erstmals zusätzliche Steuern zahlen.
Der Peugeot Traveller BlueHDi 180 verdeutlicht dies drastisch. Mit einem Preis von etwa 53.000 Euro fallen eine Emissionssteuer von 45.000 Euro und eine Gewichtssteuer von rund 5.800 Euro an. Die Gesamtkosten nach der Zulassung übersteigen 103.000 Euro. Für die meisten Käufer wird Diesel dadurch schlicht unerschwinglich, was den Markt dazu drängt, Verbrennungsmotoren zugunsten von Elektrofahrzeugen aufzugeben.