20:29 22-02-2026

Stellantis Werk Windsor startet Dreischichtbetrieb mit flexibler Produktion

Stellantis hat sein Werk in Windsor, Kanada, nun offiziell auf einen vollen Dreischichtbetrieb mit rund um die Uhr laufender Produktion umgestellt. Die Belegschaft wächst durch die Einstellung von mehr als 1.700 Mitarbeitern auf knapp 6.000 Personen an. Diese Aufstockung bedeutet, dass nun etwa alle 60 Sekunden ein Fahrzeug vom Band rollt.

Das Werk wurde kürzlich für rund 4,1 Milliarden Dollar modernisiert. Die Produktionslinie ist nun so konfiguriert, dass sie gleichzeitig Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, Hybridantrieb und vollelektrische Versionen bauen kann. Diese Flexibilität passt zur Strategie des Automobilherstellers für eine anpassungsfähige Elektrifizierung bis 2026.

In der Anlage werden der Chrysler Pacifica, der Voyager und der neue Dodge Charger montiert – einschließlich des elektrischen Charger Daytona und des benzinbetriebenen Charger SIXPACK mit einem 3,0-Liter-Turbomotor vom Typ Hurricane. Die Entscheidung für eine dritte Schicht zeigt jedoch ein gemischtes Bild.

Im Jahr 2025 verkaufte sich der elektrische Charger Daytona mit etwa 7.400 Einheiten deutlich schlechter als die Vorgängergeneration, die in ihrem letzten vollen Verkaufsjahr mehr als 75.000 Fahrzeuge übertraf. Der Chrysler Pacifica hingegen bleibt in den USA Marktführer unter den Minivans.

Von Pacifica und Voyager wurden 2025 über 110.000 beziehungsweise mehr als 25.000 Exemplare abgesetzt. Diese anhaltende Nachfrage nach Minivans war der Hauptgrund für die Erweiterung der Produktionskapazität. Trotz des fraglichen Erfolgs des Charger erscheint der Schritt von Stellantis pragmatisch.

Der Pacifica sorgt weiterhin für hohe Stückzahlen, während die flexible Fertigungslinie es dem Unternehmen ermöglicht, schnell auf die Marktnachfrage zu reagieren. In einer sich wandelnden Branche werden solche vielseitigen Produktionsstätten zu einem strategischen Vorteil.