20:13 23-02-2026

Der überarbeitete BMW 7er: Finale Tests vor der Vorstellung

Nach fast einem halben Jahr ist der überarbeitete BMW 7er wieder auf der Straße zu sehen. Die Flaggschifflimousine der Marke durchläuft die finalen Tests vor der offiziellen Vorstellung im April. Zwar ist der Prototyp noch stark getarnt, doch wichtige Designelemente stehen fest: schmale Oberlichter, vergrößerte Hauptscheinwerfer und ein modifizierter ovaler Kühlergrill, der teilweise unter Folie verborgen ist.

Das Testfahrzeug ist in US-Spezifikation unterwegs, erkennbar an den Seitenreflektoren und den blauen Bremssätteln. Die 20-Zoll-Felgen mit 285/40 R20-Reifen unterstreichen, dass selbst die Basisversion einen sportlichen Akzent behalten wird.

Während das Interieur während des Tests nicht erfasst wurde, verrät die große untere Windschutzscheibenverkleidung die Integration eines neuen Panorama-Cockpit-Displays, ähnlich wie im iX3, sowie eines großen zentralen iDrive-X-Bildschirms mit fast 18 Zoll Diagonale. Eine Erweiterung der Fahrerassistenzsysteme wird erwartet, inklusive einer Funktion für freihändiges Fahren auf der Autobahn.

Die Antriebspalette wird übernommen und für die Euro-7-Norm angepasst. Die Benzin- und Diesel-Versionen 740 mit 3,0-Liter-Reihensechszylinder-MHEV-Motoren bleiben bei 375 bzw. 299 PS. Die unter der Stoßstange versteckten Doppelendrohre bestätigen, dass es sich tatsächlich um das 740er Modell handelt.

BMW plant keine M-Variante, sondern konzentriert sich auf die wiederbelebte Marke Alpina, die drei Versionen inklusive eines Elektromodells vorbereitet. Dieser Schritt markiert eine wichtige strategische Neuausrichtung: Das Flaggschiff soll in eine noch exklusivere, nischere und emotional geprägte Segmentpositionierung rücken.

Da es keine BMW-M-Version für den 7er gibt, wird Alpina zum Gestalter der neuen sportlichen Identität des Modells. Die Unterschiede werden weniger in der Spitzenleistung liegen, sondern vielmehr im Charakter. Alpina setzt traditionell auf ein anderes Turboladerprofil, früheres Drehmoment, überarbeitete Fahrwerksgeometrie und eine eigene Getriebeabstimmung, die für elastischere, gran-tourismo-artige Dynamik sorgt, während der serienmäßige G70 höchsten Komfort priorisiert.

Erwartet werden auch typische visuelle Akzente, darunter zurückhaltendere Aerodynamik und einzigartige Innenausstattungen. Diese Positionierung wird den überarbeiteten 7er der Modelljahres 2027 in eine Nische zwischen S-Klasse und Maybach beim Komfort, aber näher am Panamera Executive im Fahrgefühl bringen. BMW will mit der neuen Alpina-Palette dieses im Grunde freie Zwischensegment besetzen und so das sportliche Prestige des Flaggschiffs steigern, ohne ein vollwertiges M-Modell entwickeln zu müssen.