17:52 02-03-2026
EU-Batteriekosten: Preisunterschied zu China könnte bis 2030 sinken
Die Europäische Union könnte die Kostendifferenz bei Batterien zwischen europäischer und chinesischer Produktion deutlich verringern, wenn sie den Ausbau lokaler Kapazitäten beschleunigt. Das geht aus einem Bericht der Verkehrs- und Umweltorganisation T&E hervor.
Analysten schätzen, dass der Preisunterschied von derzeit 90 Prozent bis 2030 auf etwa 30 Prozent sinken könnte. In Geld ausgedrückt würde sich die Lücke auf 14 US-Dollar pro Kilowattstunde verringern, während sie ohne Unterstützungsmaßnahmen bei 41 Dollar liegen könnte. Für ein durchschnittliches Elektroauto bedeutet das einen Preisunterschied von rund 500 Euro.
Kostensenkungen lassen sich durch verbesserte Produktionseffizienz, Automatisierung, niedrigere Fehlerraten und angesammeltes technologisches Know-how erreichen. Allerdings erfordert dieser Effekt lokale Inhaltsanforderungen und die Unterstützung durch die Made-in-Europe-Initiative.
Die Europäische Kommission bereitet den Industrial Accelerator Act vor, der europäische Produkte bei der Verwendung öffentlicher Mittel in strategischen Sektoren – einschließlich Batterien und Elektrofahrzeuge – priorisieren würde.
Aus Sicht von T&E geht es bei der Entwicklung einer heimischen Batterieindustrie nicht nur um den Preis, sondern auch um industrielle Souveränität angesichts des Risikos von Exportbeschränkungen aus China.