22:09 04-03-2026

Aston Martin setzt auf teurere Modelle für höhere Profitabilität

Der britische Luxusautobauer Aston Martin ändert seine Strategie. Statt auf höhere Verkaufszahlen zu setzen, will das Unternehmen seine Profitabilität steigern, indem es teurere und exklusivere Modelle produziert.

Für Aston Martin ist das aktuelle Absatzniveau von etwa 5.500 Fahrzeugen pro Jahr akzeptabel, wie CEO Adrian Hallmark erklärt. Frühere Führungskräfte hatten angestrebt, den Jahresabsatz auf 8.000 bis 10.000 Einheiten zu erhöhen. Diese Ziele erwiesen sich jedoch als unrealistisch. Im Jahr 2025 verkaufte Aston Martin 5.448 Autos an Händler und verfehlte damit frühere Erwartungen deutlich.

Die Nachfrage ging vor allem im asiatisch-pazifischen Raum und in China spürbar zurück, wo der Absatz um 21 Prozent sank. Das Unternehmen plant nun, den durchschnittlichen Preis seiner Fahrzeuge anzuheben und seine Bruttomarge auf 40 Prozent zu steigern. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag die Marge bei etwa 29 Prozent, während der Gesamtverlust des Unternehmens 493 Millionen Pfund (566 Millionen Euro) erreichte.

Ein Schlüsselprodukt wird der Hybrid-Supersportwagen Valhalla sein, der etwa 850.000 Pfund (977.000 Euro) kosten soll. Aston Martin plant, davon im Jahr 2026 rund 500 Exemplare auszuliefern. Gleichzeitig hat das Unternehmen beschlossen, die Einführung vollelektrischer Modelle zu verschieben. Laut Führungsebene zeigen die Kunden der Marke derzeit zu wenig Interesse an Elektrofahrzeugen.

Dieser Schritt von Aston Martin zeigt, dass der Ultra-Luxus-Segment nach eigenen Regeln spielt. Für solche Marken sind Exklusivität und hohe Margen oft wichtiger als Massenabsatz und eine schnelle Elektrifizierung.