07:44 05-03-2026
Suzuki kauft Festkörperbatterie-Rechte für zukünftige Elektrofahrzeuge
Die Suzuki Motor Corporation hat sich durch den Kauf einer Sparte von Kanadevia die Rechte an Festkörperbatterietechnologie gesichert. Kanadevia, vormals Teil des Industriekonzerns Hitachi Zosen, forscht bereits seit 2006 an diesen Batterien.
Mit dem Zukauf erhält Suzuki nicht nur das angesammelte Forschungs-Know-how, sondern auch ein patentiertes Produktionsverfahren. Festkörperbatterien gelten weithin als vielversprechende Zukunftstechnologie für die Elektromobilität.
Bereits 2021 stellte Kanadevia eine Festkörperbatterie mit einer Kapazität von 1000 mAh vor. Das Unternehmen bezeichnete sie damals als eine der zellen mit der höchsten Kapazität ihrer Art. Obwohl solche Batterien noch nicht in Serie gefertigt werden, kommen sie bereits in Industrieanwendungen und sogar in Raumfahrtprojekten zum Einsatz.
Der große Vorteil der Technologie liegt in ihrer hohen Energiedichte. Das eröffnet zwei Wege: Entweder erhöht sich die Reichweite von Elektrofahrzeugen, ohne dass das Batteriegewicht steigt, oder die Batteriemasse wird reduziert, während die Fahrstrecke gleich bleibt. Festkörperzellen könnten zudem ein deutlich schnelleres Laden ermöglichen.
Für Suzuki könnten diese Entwicklungen über Pkw hinaus wertvoll sein. Das Unternehmen stellt auch Motorräder her, wo Kompaktheit und geringes Gewicht der Batterie besonders wichtig sind. Experten gehen davon aus, dass der Einsatz solcher Batterien künftige Elektroautos leichter machen und ihre Reichweite erhöhen könnte. Wann genau Festkörperbatterien in Serienfahrzeugen zu finden sein werden, hat Suzuki jedoch noch nicht bekanntgegeben.