18:03 07-03-2026
Stellantis startet globale Qualitätsoffensive nach Zuverlässigkeitsproblemen
Stellantis intensiviert seine Qualitätsbemühungen nach einer Reihe problematischer Neuwagenstarts. Laut J.D. Power-Berichten zeigt sich ein gemischtes Bild: Jeep und Dodge liegen über dem Durchschnitt, während Chrysler und Ram deutlich schlechter abschneiden. Als Reaktion hat der Konzern eine umfassende Überarbeitung seiner Prozesse eingeleitet und bereits über 2.000 Ingenieure eingestellt, um systemische Mängel anzugehen.
Händler führen die aufkommenden Probleme auf frühere Kosteneinsparungen zurück, die zu einem Mangel an qualifiziertem Personal führten. Dieser Engpass wird mit unausgereiften Softwarelösungen und Defekten in neuen Modellen in Verbindung gebracht, vom Charger Daytona bis zum Wagoneer S. Die neue Führung unter Antonio Filosa hat eine "globale Offensive für Qualität" ausgerufen, wobei Qualitätsvorstand Sébastien Jacquet eine zentrale Rolle in der Reform spielt.
Der Zuverlässigkeitsrückgang wird durch die Einführung neuer Plattformen und Technologien verstärkt, da Fahrzeuge, die "von Grund auf" entwickelt werden, typischerweise die größten Herausforderungen bergen. Experten von Consumer Reports merkten an, dass die zuverlässigsten Marken – Toyota und Subaru – auf stabile Architekturen und erprobte Antriebe setzen, um Risiken zu minimieren.
Angesichts von 26,3 Milliarden Dollar Verlusten für 2025, teilweise bedingt durch eine Fehlkalkulation der Elektro-Nachfrage, kann sich Stellantis keine weiteren Fehlschritte leisten. Für Jeep und Ram, die im vergangenen Jahr über eine Million Fahrzeuge in den USA verkauften, ist eine konsistente Qualität entscheidend, um die Kundenbasis zu halten. Das Unternehmen erkennt seine Probleme nun offen an und startet eine Restrukturierung, um das Marktvertrauen wiederherzustellen.