09:50 24-03-2026

Ferrari entwickelt neue V12-Hybridtechnologie für Elektrozeitalter

Ferrari erwägt einen radikalen Wandel bei seinen klassischen V12-Motoren, um sie im Zeitalter der Elektromobilität relevant zu halten. Firmenpatente zeigen, dass Ingenieure eine völlig neue Motorarchitektur entwickeln.

Zwei Motoren statt eines V12

Anstelle eines traditionellen V12 prüft Ferrari den Einsatz zweier Reihensechszylindermotoren. Diese sind in einem ungewöhnlichen Winkel positioniert und bilden eine markante V-Form.

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In diesem Konzept sind die Motoren nicht direkt mit den Rädern verbunden. Sie fungieren als Generatoren, die Strom für Elektromotoren erzeugen, die das Auto tatsächlich antreiben.

Ein neuer Hybridtyp und ungewöhnliche Anordnung

Das System ist ein serieller Hybrid, bei dem der Verbrennungsmotor ausschließlich zur Stromerzeugung dient. Jeder Motor ist mit einem eigenen Generator gekoppelt, was eine flexible Lastverteilung ermöglicht.

Interessanterweise können die Motoren synchron oder phasenversetzt laufen. Dies bietet Kontrolle nicht nur über die Effizienz, sondern auch über den Motorklang, was entscheidend ist, um den Ferrari-Charakter zu bewahren.

Ein Versuch, Verbrennungsmotoren für die Zukunft zu erhalten

Dieser Ansatz könnte ein Weg sein, ikonische Motoren angesichts verschärfter Umweltvorschriften zu erhalten. Ferrari zeigt damit die Bereitschaft, komplexe technische Lösungen zu verfolgen, um den Charakter seiner Autos zu bewahren.

Allerdings ist zu beachten, dass Patente keine Garantie für Serienmodelle sind. Dennoch verdeutlicht die Idee selbst, wie weit Automobilhersteller bereit sind zu gehen, um Verbrennungsmotoren in der neuen Automobilwelt lebensfähig zu halten.