22:29 30-03-2026
Chinesische Marken Omoda und Jaecoo starten Produktion in Spanien
Die chinesischen Marken Omoda und Jaecoo haben Pläne zur Lokalisierung ihrer Produktion in Spanien bestätigt. Dabei geht es um die EBRO-Fabrik in Barcelona, die zuvor Nissan gehörte und 2021 geschlossen wurde.
Produktion in Spanien: Wo und welche Modelle
Die Produktion wird in der EBRO-Fabrik in Katalonien angesiedelt, wo bereits Modelle der Marke EBRO montiert werden. Künftig sollen dort auch Fahrzeuge von Omoda und Jaecoo vom Band laufen.
Die ersten Modelle, die in Spanien produziert werden sollen, sind die vollelektrischen Varianten Omoda 5 EV und Jaecoo 5 EV. Diese Wahl wird durch das Bestreben getrieben, europäische Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge zu umgehen.
Schrittweise Lokalisierung und Werksentwicklung
Zunächst werden die Fahrzeuge aus SKD-Bausätzen montiert, die aus China geliefert werden. Dieser Ansatz ermöglicht einen schnellen Produktionsstart und minimiert Investitionsrisiken.
Später ist ein Übergang zu einer tieferen Lokalisierung geplant. Bis zum Jahresende sollen Schweiß- und Lackierarbeiten im Werk beginnen, was zu einer Erweiterung der Belegschaft um 150 bis 200 Mitarbeiter führen wird.
Produktionsstart und Vertriebspläne
Nach vorläufigen Daten könnte die Produktion des Jaecoo 5 EV bereits im November 2026 beginnen. Der Omoda 5 EV wird voraussichtlich später, etwa 2027, auf die Montagelinie kommen.
Gleichzeitig haben sich die Marken ein ehrgeiziges Verkaufsziel gesetzt. Für 2026 streben Omoda und Jaecoo in Spanien einen Absatz von etwa 40.000 Fahrzeugen an – fast doppelt so viel wie im Vorjahr.
Insgesamt geht es bei diesem Schritt um mehr als nur eine Präsenzerweiterung: Es ist eine vollständige Integration in den europäischen Markt. Die lokale Produktion verringert die Abhängigkeit von Importen und macht chinesische Autos in der EU wettbewerbsfähiger.