23:27 08-04-2026
Nio ändert Geschäftsmodell in Europa aufgrund rückläufiger Verkäufe
Der chinesische Autohersteller Nio vollzieht in Europa eine umfassende Geschäftsrestrukturierung. Grund dafür sind schwache Verkaufszahlen. Das Unternehmen verlässt sein bisheriges Modell mit separaten nationalen Tochtergesellschaften und setzt stattdessen auf eine einheitliche, funktionale Struktur.
Die deutlichsten Veränderungen gab es in Deutschland, wo der Leiter der lokalen Division ausgeschieden ist. Im Jahr 2025 wurden auf dem deutschen Markt nur 325 Nio-Fahrzeuge neu zugelassen – eines der schlechtesten Ergebnisse in der Region.
Insgesamt beliefen sich die Verkäufe in sieben wichtigen europäischen Märkten auf 1.129 Fahrzeuge. Das entspricht einem Rückgang von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zum Vergleich: Der Rivale Xpeng verkaufte allein in Deutschland rund 3.000 Autos.
Global betrachtet verzeichnete das Unternehmen jedoch Wachstum. Im Jahr 2025 erreichten die Verkäufe etwa 326.000 Fahrzeuge, ein Plus von 46 Prozent. Zudem meldete Nio seinen ersten Quartalsgewinn aus dem operativen Geschäft.
Im Rahmen der neuen Strategie will Nio die Effizienz steigern und Kosten senken. Eine zentrale Änderung wird sein, in einigen Ländern vom Direktvertrieb zu einem Händlermodell zu wechseln. In anderen Märkten bleibt das bisherige, erfolgreiche Vertriebssystem hingegen erhalten.
Trotz dieser Herausforderungen betrachtet Nio Europa weiterhin als wichtigen Entwicklungsraum.