23:14 09-04-2026

Tesla schaltet Full Self Driving in Europa bei inoffizieller Nutzung ab

Tesla deaktiviert in Europa das Full Self Driving (FSD)-System für Fahrzeuge, bei denen es über inoffizielle Wege aktiviert wurde. Betroffen sind Autos, deren Besitzer regionale Beschränkungen umgangen haben.

Technisch gesehen verfügen europäische Teslas bereits über die gleiche Hardware wie US-Modelle. Die Einschränkungen liegen rein an gesetzlichen Vorgaben, weshalb das System basierend auf Geolokalisierung blockiert ist. Einige Besitzer nutzten Drittmethoden, um FSD vorzeitig zu aktivieren. Jetzt reagiert Tesla, indem es den Zugang zu dieser Funktion per Software-Update aus der Ferne abschaltet.

Das Unternehmen sendet Benachrichtigungen direkt an die Fahrzeuge und fordert die Installation neuer Software. Nach dem Update bleibt das Auto voll funktionsfähig, jedoch ohne die erweiterten Autopilot-Funktionen. In einigen Fällen wurden Fern-Neustarts des Systems beobachtet, was die umfassende Kontrolle Teslas über die Fahrzeugsoftware verdeutlicht.

Dieser Schritt hängt direkt mit der erwarteten Zulassung von FSD in Europa zusammen. Die niederländische Aufsichtsbehörde spielt eine Schlüsselrolle bei der Entscheidung, wann die Technologie starten kann. Jede Nutzung des Systems außerhalb erlaubter Bedingungen könnte die Zertifizierung erschweren, daher handelt Tesla vorbeugend.

Diese Situation zeigt, wie stark moderne Fahrzeuge zunehmend von der Softwarekontrolle des Herstellers abhängen. Tesla demonstriert, dass es Funktionen nicht nur per „Over-the-Air“-Update hinzufügen, sondern sie genauso schnell entfernen kann, wenn sie außerhalb festgelegter Regeln genutzt werden.