12:32 19-04-2026
Supercar Saturday in Omaha verbietet Nissan VQ V6 Motoren
Der Supercar Saturday in Omaha, Nebraska hat ein Verbot für Nissan- und Infiniti-Fahrzeuge mit dem VQ-V6-Motor angekündigt. Betroffen sind der Nissan 350Z und 370Z sowie die Infiniti-Modelle G25, G35, G37, Q40, Q50 und Q60.
Diese Entscheidung beruht nicht auf technischen Spezifikationen des Motors, sondern auf Beschwerden und Vorfällen bei früheren Veranstaltungen. Laut den Organisatoren haben dokumentierte Regelverstöße und ein virales Video eines Unfalls sie zu strengen Maßnahmen gezwungen, um die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten.
Der VQ V6 zählt zu den bekanntesten Motoren von Nissan und wird seit 1994 produziert. Er stand wiederholt auf der Ward's 10 Best Engines Liste, wobei Versionen in der Nismo 370Z zwischen 148 und 350 PS leisten. Doch auf der Autoshow in Nebraska lag das Problem nicht beim Motor selbst, sondern beim Verhalten einiger Fahrer.
Die Organisatoren betonten, dass das Verbot eine vorübergehende Maßnahme ist, die mindestens bis zur Saison 2026 gilt. Bei den Events wird die Polizei anwesend sein, um aggressives Fahren und gefährliche Manöver zu verhindern.
Vor dem Hintergrund, dass Automobilhersteller zunehmend auf turbogeladene Vierzylindermotoren setzen, könnte eine Verpflichtung zum V6-Motor als Marketingvorteil für die Marke dienen. Doch wie die Situation in Nebraska zeigt, garantiert der Kultstatus eines Motors nicht automatisch Akzeptanz bei lokalen Treffen.
Diese Episode verdeutlicht, wie der Ruf eines Modells und das Verhalten der Fahrer die Markenwahrnehmung über den offiziellen Markt hinaus beeinflussen können. Selbst ein legendärer Motor kann mit Einschränkungen konfrontiert werden, wenn Veranstalter ihn als Risikofaktor einstufen. Für Nissan bedeutet dies keine Umsatzeinbuße, aber es zeigt, wie die Automobilkultur in den USA zunehmend reguliert wird.