22:46 01-05-2026
ADAS-Preise steigen: BYD erhöht Kosten um 21% wegen DRAM-Mangel
ADAS-Systeme werden teurer, da die Komponentenkosten steigen. BYD bestätigte als einer der ersten diesen Trend: Ab dem 1. Mai 2026 kostet das „God’s Eye B“-Paket 21 Prozent mehr – der Preis steigt von 9.900 auf 12.000 Yuan (rund 1.200 bis 1.500 Euro). Das Paket umfasst fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme, LiDAR und das DiPilot 300-System. Offiziell verweist man auf die weltweit steigenden Hardwarekosten.
Das Problem liegt beim DRAM-Speicher. Diese Chips sind für Fahrerassistenz, digitale Cockpits und Infotainment unverzichtbar, werden aber auch von KI-Rechenzentren stark nachgefragt. Samsung, SK Hynix und Micron kontrollieren den Großteil des Angebots – sie priorisieren verständlicherweise ihre größten Kunden.
Laut S&P Global hat SK Hynix seine gesamte Produktion für 2026 bereits verkauft; neue Bestellungen haben Lieferzeiten von über 58 Wochen. Dadurch könnten die Preise für Automotive-DRAM um 70 bis 100 Prozent gegenüber 2025 steigen.
Für Autokäufer bedeutet das: 2026er Modelle mit umfangreichen elektronischen Assistenzsystemen dürften spürbar teurer werden. Erschwerend kommt hinzu, dass ab 2028 ältere Speicherstandards wie DDR4 und LPDDR4 auslaufen – dabei basieren noch viele aktuelle Fahrzeuge darauf.