15:08 02-05-2026
AAA-Test: So viel Reichweite verlieren E-Autos bei Hitze und Kälte
Der AAA hat Elektroautos extremen Temperaturen ausgesetzt, um den Reichweitenverlust zu messen. Die Ergebnisse zeigen einen Unterschied, der für jeden E-Auto-Besitzer bedeutsam ist. Laut der Studie des AAA, über die Tarantas News berichtet, verringert große Hitze die Reichweite im Schnitt um 8,5 Prozent, während Kälte sie drastisch um 39 Prozent einbrechen lässt.
Die Tests fanden im Forschungszentrum des AAA in Los Angeles statt. Dort wurden die Fahrzeuge auf einem Prüfstand – quasi einem Laufband für Autos – in einer Klimakammer fixiert. Die Temperatur ließ sich von minus 6 bis 35 Grad Celsius regeln. Jedes Fahrzeug fuhr, bis die Batterieladung so weit abgesunken war, dass es keine Autobahngeschwindigkeit mehr halten konnte.
Ähnlich wie Menschen haben auch E-Auto-Batterien eine Wohlfühlzone: etwa 18 bis 24 Grad Celsius. Außerhalb dieses Bereichs arbeitet die Batterie weniger effizient, und ein Teil der Energie wird für das Heizen oder Kühlen des Innenraums verwendet.
Bei Hitze sind deutliche Fortschritte zu erkennen. In einem ähnlichen AAA-Test von 2019 hatte hohe Temperatur noch einen Reichweitenverlust von rund 17 Prozent verursacht; heute sind es nur noch 8,5 Prozent. Bei Kälte sieht die Sache jedoch anders aus. Greg Bannon, Direktor für Fahrzeugtechnik beim AAA, betonte, dass die Winterverluste trotz Fortschritten in der Batteriechemie, der Software und der allgemeinen Effizienz im Wesentlichen unverändert geblieben seien.
Kälte setzt nicht nur Elektroautos zu. Der AAA testete auch Hybride und stellte bei minus 7 Grad einen durchschnittlichen Verbrauchsanstieg von fast 23 Prozent fest. AutoPacific-Analyst Ed Kim wies darauf hin, dass auch Benziner im Winter an Effizienz einbüßen; Schätzungen der EPA zufolge kann der Kraftstoffverbrauch je nach Fahrt um 10 bis 30 Prozent steigen.
Die praktische Botschaft ist klar: Elektroautos kommen mit kaltem Klima durchaus zurecht, aber man sollte mit einem ausreichenden Puffer planen. Norwegen liefert ein anschauliches Beispiel: Trotz eisiger Winter machten reine Elektroautos im März 2026 ganze 98 Prozent der Neuzulassungen aus – ein Beweis, dass Frost allein kein Hindernis für die Masseneinführung darstellt.
Ein paar kluge Gewohnheiten helfen enorm. Den Innenraum und die Batterie vorkonditionieren, solange das Auto noch an der Steckdose hängt; lieber die Sitzheizung nutzen, statt die Innenraumheizung voll aufzudrehen; den Reifendruck im Auge behalten und unnötig hohe Geschwindigkeiten vermeiden. Auf längeren Winterfahrten lohnt es sich, die Ladestopps im Voraus zu planen – und zu bedenken, dass eine kalte Batterie langsamer lädt.