17:07 03-05-2026

Mazda MX-5: Die nächste Generation setzt auf Leichtbau und Fahrgefühl

Mazda arbeitet bereits am nächsten MX-5 Miata, auch wenn sein Start noch einige Jahre auf sich warten lässt. Die Marschrichtung ist klar: Der Roadster soll sich weiterentwickeln, ohne seine geschätzten Eigenschaften einzubüßen.

Roberto Pietrantonio, Chef von Mazda Italia, berichtet, dass japanische Ingenieure kürzlich Italien besuchten, um mit MX-5-Fanclubs zu sprechen. Auch außerhalb Europas gibt es solche Zusammenkünfte – Rückmeldungen von Kunden aus den USA, Australien und weiteren Märkten werden eingeholt. Die einhellige Botschaft, so Mazda, lautet: Die DNA des Modells muss erhalten bleiben.

Pietrantonio brachte es auf den Punkt: Selbst wenn Autos eines Tages fliegen können, wird der MX-5 den Fahrer noch immer zum Lächeln bringen.

Dabei handelt es sich nicht nur um einen griffigen Spruch. Die Anziehungskraft des MX-5 rührt nicht von purer Leistung oder Größe her, sondern vom Fahrgefühl – einem leichten Aufbau, einer direkten Verbindung zur Straße und einem intuitiven Handling. Entsprechend untypisch wäre es für den neuen Roadster, Leistungswerte nachzujagen. Mazda wird vielmehr moderne Regularien, Sicherheitsstandards und wohl auch eine Form der Elektrifizierung einfließen lassen – und gleichzeitig sicherstellen, dass der Wagen nicht zu einem schwerfälligen Technikträger verkommt.

Auch Italien spielt eine Rolle. Pietrantonio weist darauf hin, dass Europa – namentlich Italien, Deutschland und Großbritannien – nach wie vor ein Kernmarkt für den MX-5 ist. Die Meinungen lokaler Enthusiasten werden daher nicht einfach nur höflich zur Kenntnis genommen; sie fließen strukturiert in die Rückmeldungen an die Ingenieure ein.

Diese Philosophie erstreckt sich auch auf andere Modelle von Mazda. Der CX-60 etwa bekommt bis 2026 bereits die dritte Überarbeitungswelle, nach seinem Start 2022: Fahrwerk, Lenkung, Geräuschdämmung sowie Sicherheitssysteme wurden verfeinert. Das Unternehmen spricht von Kaizen – einer kontinuierlichen Verbesserung, die auf echten Kundenrückmeldungen basiert.

Beim neuen MX-5 geht es um noch mehr. Ein Crossover lässt sich per Update nachbessern, doch einen Roadster, der seinen Charakter einbüßt, würden Fans kaum verzeihen. Mazda sammelt deshalb nicht nur Wunschlisten, sondern definiert zugleich, was sich ändern darf – und was tabu bleibt.