03:11 06-05-2026

Rivian überarbeitet Ausbaupläne für Georgia-Werk: 300.000 R2-Fahrzeuge pro Jahr und Uber-Robotaxi-Deal

Rivian hat die Ausbaupläne für sein neues Werk in Stanton Springs North (Georgia) überarbeitet. Statt wie ursprünglich geplant in zwei Schritten von je 200.000 Einheiten zu wachsen, setzt der Hersteller nun auf eine konzentrierte erste Phase – mit einer Jahreskapazität von 300.000 Fahrzeugen, was einer deutlichen Steigerung um 50 Prozent gegenüber dem alten Ziel entspricht.

Rivian hat auch die Bundesfinanzierung neu verhandelt. Das Darlehen des US-Energieministeriums wurde von 6,6 auf 4,5 Milliarden Dollar gekürzt, wovon rund 4 Milliarden auf die Kreditsumme und etwa 500 Millionen auf aktivierte Zinsen entfallen. Das Unternehmen rechnet damit, die Mittel Anfang 2027 abzurufen, die Produktion am Standort soll gegen Ende 2028 anlaufen.

Hauptaufgabe des Werks wird die Fertigung von Modellen auf der günstigeren R2-Plattform sein. Für Rivian ist das ein entscheidender Schritt: Die aktuellen R1T und R1S bleiben teure Nischen-Elektrofahrzeuge, während der R2 den breiteren Markt erschließen soll. Die höhere Kapazität dient nicht nur der Absatzsteigerung – sie senkt auch die Kosten pro Fahrzeug.

Ein weiteres Puzzlestück ist ein Robotaxi-Dienst für Uber. Beide Unternehmen haben eine Partnerschaft vorgestellt: Erreicht Rivian bestimmte Meilensteine beim autonomen Fahren, könnte Uber bis 2031 bis zu 1,25 Milliarden Dollar in Rivian investieren. Vorgesehen ist eine Flotte von bis zu 50.000 vollautonomen R2-Fahrzeugen, die über die Uber-App nutzbar sind.