10:07 06-05-2026

Volvo Absatzzahlen Februar-April 2026: E-Autos im Plus, Verbrenner verlieren

Volvo hat die Absatzzahlen für den Zeitraum Februar bis April 2026 vorgelegt. Mit 162.864 ausgelieferten Fahrzeugen lag das Unternehmen um 10 Prozent unter dem Vorjahreswert von 180.280 Einheiten.

Auf den ersten Blick wirkt der Rückgang drastisch, bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild. Die vollelektrischen Modelle legten nämlich um 14 Prozent auf 39.235 Einheiten zu (Vorjahr: 34.441). Der Abwärtstrend kommt somit nicht von den Stromern, sondern von Plug-in-Hybriden und Verbrennern. Die PHEV-Auslieferungen schrumpften um 12 Prozent auf 38.551 Fahrzeuge, während konventionelle Benziner und Mildhybride um 16 Prozent auf 85.078 Einheiten einbrachen.

Insgesamt erreichten elektrifizierte Fahrzeuge einen Anteil von 48 Prozent am Gesamtabsatz. Dabei kamen BEVs und PHEVs jeweils auf 24 Prozent. Vor einem Jahr lag die absolute Zahl elektrifizierter Fahrzeuge mit 78.470 Einheiten noch knapp über den aktuellen 77.786 – die Verschiebung ist aber eindeutig: BEVs legen zu, PHEVs verlieren an Boden.

Die größten Baustellen bleiben China und die USA. In China setzt Volvo der starke Wettbewerb durch einheimische Hersteller und die schwache Marktdynamik zu. In den USA drücken die gedrückte Verbraucherstimmung, die schleppende Erholung der Nachfrage nach E-Autos und Plug-in-Hybriden nach dem Subventionswegfall sowie erbitterte Preiskämpfe im SUV-Segment auf die Verkäufe.

Erik Severinsson, kaufmännischer Direktor von Volvo, betonte, dass das Unternehmen an seiner Preispolitik festhalte und in Europa stabile Auftragseingänge verzeichne. Er hob hervor, dass die Elektroauslieferungen bereits seit sieben Monaten in Folge zulegen – angetrieben vom EX30 und EX40. Im Sommer werden die ersten EX60 an Kunden übergeben, und der schrittweise Hochlauf der Produktion soll das zweite Halbjahr stützen.

Die entscheidende Frage bleibt, ob der EX60 in jenen Märkten, in denen Volvo Boden verliert, rasch Volumen liefern kann. Vorerst ist die Tendenz klar: Die in die Jahre gekommenen Hybrid- und Benzinmodelle belasten die Zahlen, während die Elektropalette weit mehr ist als nur ein Imagefaktor – sie ist unverzichtbar, um die Marke wettbewerbsfähig zu halten.