08:49 09-05-2026

Mansory Azura: Dachloser Mercedes-AMG G 63 mit 820 PS

Mansory hat sich erneut den Mercedes-AMG G 63 vorgeknöpft und daraus ein Auto gemacht, das schon von weitem unverkennbar ist. Das Projekt trägt den Namen Azura, schneidet das Dach ab, fügt ein weiches Faltdach hinzu und steigert die Leistung deutlich, wie SPEEDME berichtet.

Die wichtigste Veränderung ist die offene Karosserie. Statt eines festen Dachs erhält der Azura ein Stoffdach, das hinter den Sitzen verstaut wird. Auf Fotos wirkt das Auto kürzer als ein normaler G 63, daher könnte der Tuner auch den Radstand angepasst haben. Ein weiterer Hingucker: Die hinteren Türen öffnen sich entgegen der Fahrtrichtung (Selbstmördertüren).

Außen trägt der Azura ein typisches Mansory-Kit ohne Zurückhaltung: verbreiterte Radläufe, elektrische Trittbretter, eine Motorhaube mit Lufteinlässen, eine neue Frontschürze, zusätzliche Beleuchtung, einen überarbeiteten Kühlergrill, einen Heckspoiler und einen neuen Reserveradträger. Sogar die Rückleuchten erhalten ein zusätzliches Set unterhalb der Originalleuchten.

Das Farbschema ist ebenso gewagt – Weiß und Türkis auf der Karosserie, dazu passende große Räder. Im Inneren setzt sich das Thema fort: türkisfarbenes Leder, weiße Ziernähte, schwarze Klavierlackblenden und Mansory-Logos überall. Der Name Azura findet sich auf dem Beifahrer-Haltegriff.

Der Innenraum bietet nun Platz für vier Personen einzeln. Die Rückbank wird durch zwei Einzelsitze mit einer massiven Mittelkonsole ersetzt, die einen zusätzlichen Bildschirm enthält. Das ist kein praktischer Familien-G mehr, sondern ein teurer Open-Air-Lounge auf SUV-Basis.

Unter der Haube erhält der 4,0-Liter-Biturbo-V8 einen ordentlichen Leistungsschub auf 820 PS und 1.150 Nm. Der serienmäßige AMG G 63 leistet 585 PS und 850 Nm. Mansory gibt den Kraftstoffverbrauch mit 15,1 l/100 km und die CO2-Emissionen mit 360 g/km an.

Der Preis bleibt ungenannt, aber bei Mansory ist das fast nebensächlich. Der Azura richtet sich nicht an Käufer, die G‑63‑Ausstattungsvarianten vergleichen – sondern an Kunden, die einen dachlosen G mit extremer Optik und einer Leistung wollen, die ein serienmäßiger AMG nicht bieten kann.