08:14 12-05-2026
BMW Z4 wird eingestellt – Das Ende des kompakten Roadsters
Der BMW Z4 wird ohne direkten Nachfolger eingestellt. Der G29-Roadster läuft aus – für BMW ist das mehr als ein Modellwechsel: Es ist praktisch der Ausstieg aus dem Segment der kompakten offenen Sportwagen.
Die Produktion fand bei Magna Steyr in Graz, Österreich, statt. Diese Entscheidung war den geringen Stückzahlen geschuldet; den Roadster auf einem eigenen Band zu bauen, wäre zu teuer gewesen. Im gleichen Werk wurde auch der verwandte Toyota GR Supra montiert, sodass beide Hersteller Produktions- und Logistikkosten teilen konnten.
Der Supra wurde bereits im März 2026 eingestellt, und nun ist der Z4 an der Reihe. Der Unterschied: Toyota bereitet angeblich später in diesem Jahrzehnt einen Nachfolger für den GR Supra vor, während BMW keine offiziellen Pläne für einen neuen Z4 hat. Mit dem Wegfall des Z4 und des 8er Cabrios bleibt im Line-up der Marke effektiv nur noch ein offenes Modell übrig: das 4er Cabrio.
Der Z4 wurde mit Vier- und Sechszylindermotoren, Automatik- und Schaltgetriebe angeboten, erhielt aber nie eine vollwertige M-Version. Das spektakulärste Finale legte nicht BMW, sondern Toyota hin: Der GR Supra A90 Final Edition für Europa und Japan leistete 429 PS und kam mit ernsthaften Track-Upgrades.
Die Abschiedsversion BMW Z4 Final Edition fällt deutlich zurückhaltender aus. Sie basiert auf dem M40i und setzt auf ein Exterieurpaket: mattes Frozen Black, gestaffelte M-Räder, rote M-Sport-Bremsen, ein Interieur aus Alcantara und Vernasca-Leder, rote Ziernähte, dreifarbige Sicherheitsgurte und spezielle Einstiegsleisten. In den USA kostete diese Version ab 77.500 Dollar vor Auslieferung.
Der serienmäßige Z4 M40i mit dem Reihensechszylinder B58 leistet 382 PS und beschleunigt in 4,2 Sekunden auf 97 km/h. Er ist immer noch schnell, gutaussehend und ziemlich selten, aber der Markt zeigte sich weniger emotional: Die Käufer zog es zum 4er Cabrio, sodass der kleine Roadster in einer Nische landete.
Der Z4 beendet seine Laufzeit ohne hochkarätigen Nachfolger und ohne echten M-Status. Doch er verabschiedet sich genau so, wie er über Jahre war: nicht der praktischste BMW, nicht der meistverkaufte, aber einer der wenigen im Programm, bei dem der Fahrer noch tief sitzt, mit langer Haube vor sich und einem Stoffdach über dem Kopf.