19:32 12-05-2026

Mansory Emperor Signature: 720 PS und Breitbau für den Cullinan

Mansory hat erneut Hand an den Rolls-Royce Cullinan gelegt – als ob das Wort „Zurückhaltung” nie im Lastenheft gestanden hätte. Auf der Top Marques Monaco präsentierte der Tuner die Emperor Signature, ein Paket auf Basis des facelifteten Cullinan Series II Black Badge.

Das ist längst kein Luxus-SUV mit dunkler Ausstattung mehr. Der Cullinan erhält einen Breitbau-Kit, Carbonteile, eine neue Motorhaube, eine aggressive Frontschürze mit großen Lufteinlässen, ausgestellte Radhäuser, Seitenschweller, einen Spoiler, eine überarbeitete Heckschürze und einen Diffusor. Abgerundet wird der Look mit 24-Zoll-Schmiederädern – eine Größe, die bei einem normalen Auto übertrieben wirken würde, aber perfekt zur Mansory-Ästhetik passt.

Auch der Innenraum blieb nicht unberührt. Drinnen gibt es dunkles Leder mit orangefarbenen Akzenten, glänzende Zierteile, Carbon und die Logos des Tuners. Es ist nicht der Versuch, den Cullinan wohnlicher oder ruhiger zu machen; die Emperor Signature ist für diejenigen, die das Auto schon lange vor dem Öffnen der Türen hervorstechen lassen wollen.

Der Zwölfzylinder-Motor wurde ebenfalls aufgewertet. Der V12 leistet nun 720 PS und 1.050 Nm. Zum Vergleich: Ein serienmäßiger Cullinan Black Badge bringt es auf rund 600 PS und 900 Nm. Der Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert er in 4,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h begrenzt. Die Mehrleistung stammt von einem PowerBox-Modul und einer Sportauspuffanlage.

Der Preis für die Emperor Signature wurde noch nicht bekannt gegeben. Allerdings wurden bereits andere Cullinan Series II Black Badge mit Mansory-Karosserie und 24-Zoll-Rädern gesichtet, die über eine Million Euro kosten. Der endgültige Preis hängt stets vom Basisfahrzeug, der Ausstattung und den individuellen Kundenwünschen ab.

Mansory macht den Cullinan nicht im traditionellen Sinne besser – leiser, weicher oder feiner. Stattdessen macht ihn lauter, wütender und teurer aussehend. Für manche ist das Sakrileg für einen Rolls-Royce, für andere der einzige Weg, einen Cullinan zu bekommen, der in einer Menge seinesgleichen nicht untergeht.