06:34 15-05-2026
IIHS-Studie: Wie Autowerbung die Einstellung zur Geschwindigkeit beeinflusst
Das Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) hat eine Studie veröffentlicht, die untersucht, wie Autowerbungen die Einstellung der Fahrer zur Geschwindigkeit beeinflussen. Die Forscher analysierten knapp 3.000 Werbespots, die in den Jahren 2018, 2020 und 2022 im Fernsehen und in sozialen Medien liefen.
Laut IIHS hoben 43 Prozent der Anzeigen leistungsbezogene Merkmale hervor: Geschwindigkeit, Handling, Traktion, Bremsen oder Leistung. Am häufigsten war Traktion mit 27,5 Prozent der Anzeigen. Geschwindigkeit als separates Thema tauchte in 16,3 Prozent der Anzeigen auf.
Doch andere Themen waren ebenso verbreitet: Familienpraktikabilität zeigte sich in 28,1 Prozent der Anzeigen, Komfort und Bequemlichkeit in 24,3 Prozent, das Auto als Fluchtmöglichkeit in 22,3 Prozent und Design in 21,5 Prozent. Das häufigste Thema insgesamt war Rabatte und Preise mit 40,5 Prozent.
Das IIHS argumentiert, dass Werbung mit aggressivem Fahrstil die kulturelle Verbindung zwischen Autos und Geschwindigkeit verstärken könnte. Die Studie räumt jedoch selbst ein, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Autowerbung und Fahrerverhalten bislang nicht nachgewiesen ist.
Im Jahr 2024 kamen in den USA 11.288 Menschen bei geschwindigkeitsbedingten Unfällen ums Leben – 29 Prozent aller Verkehrstoten. Vor diesem Hintergrund plädiert das IIHS dafür, dass ohne strengere Werberegeln risikoreiches Fahrverhalten normalisiert bleibt.