10:59 17-05-2026

Ferrari HC25 – Einzigartiges Einzelstück auf Basis des F8 Spider

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Ferrari hat den HC25 vorgestellt, das neueste Modell seines Special Projects Programms. Es handelt sich weder um ein Serienfahrzeug noch um eine limitierte Auflage, sondern um ein Einzelstück, das auf Basis des F8 Spider für einen bestimmten Kunden gebaut wurde. Die Premiere fand bei den Ferrari Racing Days auf dem Circuit of the Americas statt.

Die technische Basis ist bekannt, aber ernst: ein 3,9-Liter-Biturbo-V8 mit 720 PS und 770 Nm Drehmoment. Der Roadster beschleunigt in 2,9 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 340 km/h. Die Kraft wird über ein Siebengang-F1-Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterräder übertragen, mit Side Slip Control 6.1 und einem elektronischen eDiff3-Differential.

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Der HC25 unternimmt kaum Versuche, wie ein Standard-F8 Spider auszusehen. In mattem Moonlight Grey lackiert, zieht sich ein glänzend schwarzer Streifen über das Auto, der nicht nur ein Designelement ist, sondern Teil des Kühlsystems: Er beherbergt Kühlereinlässe und Wärmeabfuhrkanäle. Das Design ist geometrischer und aggressiver, mit Anspielungen auf den aktuellen F80 und den 12Cilindri.

Eines der auffälligsten Details sind die vertikalen, bumerangförmigen Tagfahrleuchten – eine Premiere für Ferrari. Die Türgriffe sind in aus Vollmaterial gefrästen Aluminiumteilen versteckt, und die Karosserielinie verläuft von den Hinterrädern über die Türen bis zum Heckfenster. Das Auto sieht nicht wie ein umlackierter Spenderwagen aus; es ist ein eigenständiges Designstück.

Der Innenraum bietet grauen technischen Stoff mit gelben Akzenten auf Sitzen und Armaturenbrett, passend zu den Ferrari-Emblemen und Bremssätteln. Die Räder sind Fünfspeichen mit dunkler Oberfläche und diamantgefrästen Außenkanten.

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Der HC25 ist größer, als es auf Fotos wirkt: 4758 mm lang, 2006 mm breit und nur 1183 mm hoch. Der Radstand beträgt 2650 mm. Er fährt auf 245/35 ZR20 vorne und 305/35 ZR20 hinten. Die Bremsen sind stattlich: 398 mm Scheiben vorne und 360 mm hinten. Trotz des Leistungsfokus hat er noch einen 78-Liter-Tank und einen 200-Liter-Kofferraum – unerwartete Praktikabilität für einen Einzel-Ferrari.

Der HC25 setzt Maranellos Reihe maßgeschneiderter Projekte fort, bei denen der Kunde mehr als nur eine individuelle Farbe und Ausstattung erhält – er bekommt eine völlig neue Karosserie und Identität. In den letzten Jahren baute Ferrari den SP48 Unica, SP51, SP-8 und den trackorientierten KC23. Der HC25 hebt sich als Abschied von der Ära des puren, nicht-hybriden Mittelmotor-V8 ab, aber tut dies nicht mit Nostalgie, sondern mit einer kalten, scharfen Kante.

Diese Autos gelangen nicht in die Ausstellungsräume, und es gibt kein Feilschen um den Preis. Ihr Wert liegt woanders: ein Besitzer, ein Design, eine Geschichte – und fast keine Chance, einen weiteren identischen Ferrari zu sehen, selbst in einer privaten Garage in Monaco.