11:18 18-05-2026

Rivian R2 Konfigurator geöffnet: Reserverad als kostenpflichtige Option

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Rivian hat den Konfigurator für seinen R2 geöffnet – und eine Option sticht sofort ins Auge: Das kompakte Reserverad kostet 755 Dollar (umgerechnet rund 690 Euro). Für einen elektrischen Crossover, der als Abenteuerfahrzeug vermarktet wird, wirkt dieser Aufpreis befremdlich.

Diese Praxis ist längst zum Standard geworden. Viele Neuwagen werden ohne vollwertiges Ersatzrad ausgeliefert, stattdessen gibt es nur Dichtmittel und einen Kompressor. Tesla Model Y, Ford Mustang Mach-E, Hyundai Ioniq 5 und Kia EV6 – sie alle setzen auf diese Lösung. In der Stadt mag das ausreichen, doch auf einer langen Fahrt oder abseits befestigter Wege wird eine Reifenpanne schnell zum Problem.

Immerhin bietet Rivian ein Reserverad an – allerdings gegen Aufpreis. Doch der Preis lässt aufhorchen: Der R2 gilt als das erschwinglichere Modell der Marke, und selbst dieses praktische Teil ist eine Extra-Option. Wer abseits befestigter Straßen unterwegs sein möchte, wird das Kästchen wohl trotzdem ankreuzen.

Echte Geländewagen fahren eine andere Strategie. Jeep Recon, GMC Hummer EV und Land Rover Defender PHEV kommen serienmäßig mit einem vollwertigen Ersatzrad an der Hecktür – ohne Aufpreis. Zugegeben, das sind die härteren Offroad-Modelle, aber Rivian bewirbt den R2 ebenfalls für Overlanding, Camping und Fahrten in Gegenden, in denen weit und breit keine Werkstatt zu finden ist.

Die R2-Story zeigt einen wachsenden Trend: Autohersteller machen einst zum Serienumfang gehörende Teile zu Konfigurator-Optionen. Feature-Abos, kostenpflichtige Pakete, Zubehör – und jetzt ein Reserverad. Für Rivian ist das ein Weg, den Einstiegspreis niedrig zu halten, doch für den Kunden ist die Rechnung simpel: Wer ein Fahrzeug will, das wirklich für die Straße gewappnet ist, muss noch einmal tiefer in die Tasche greifen.