06:31 19-05-2026
Toyota Patent: Rücksitze in Pickups werden komfortabler
Mittelklasse-Pickups haben oft ein großes Problem: Die Rücksitze sind beengt und die Lehnen stehen fast senkrecht. Toyota hat jetzt ein Patent angemeldet, das die Rückenlehnen der zweiten Reihe deutlich stärker neigen lässt, als es bei Pickups üblich ist.
Ursache ist das klassische Drei-Box-Layout: Motorraum, Fahrgastzelle und Ladefläche. Weil die Kabinenwand direkt hinter den Rücksitzen verläuft, müssen die Lehnen oft eine fast senkrechte Position einnehmen. In SUVs oder Crossovers können Fondpassagiere entspannter sitzen, in Mittelklasse-Pickups ist der Sitzwinkel dagegen meist deutlich aufrechter und eher auf Arbeitseinsätze ausgelegt.
Toyota setzt dabei nicht einfach auf eine längere Kabine. Das Patent beschreibt einen versteckten Hohlraum zwischen der Rücksitzlehne und der vorderen Wand der Ladefläche. Dieser Extraplatz erlaubt es der Lehne, weiter zurückzuneigen.
Das System fällt von außen kaum auf. Die Patentzeichnungen zeigen Schienen, Paneele und Abdeckungen, die die Öffnung verschließen und die Sitzbewegung ermöglichen. Zudem gibt es Maßnahmen, die verhindern, dass Lärm, Schmutz oder Ablagerungen von der Ladefläche ins Innere gelangen.
Besonders gut geeignet scheint diese Lösung für den Toyota Tacoma. Der Fullsize-Tundra bietet hinten bereits viel Beinfreiheit, aber Mittelklasse-Pickups haben nach wie vor Platzprobleme. Der Tacoma wird zudem nicht nur als Arbeitsfahrzeug eingesetzt – er dient auch als Familienauto für Stadtfahrten, Roadtrips und den täglichen Pendelverkehr.
Zunächst einmal ist es nur ein Patent. Toyota hat nicht bestätigt, ob diese Konstruktion tatsächlich in Serie geht. Hersteller melden oft Patente an, die nie in Produktion gehen. Trotzdem ist die Logik klar: Pickups werden immer vielseitiger, und der Komfort für die Rücksitzpassagiere ist kein nachträglicher Gedanke mehr.