06:24 26-05-2026

Diese elektrischen Verbraucher treiben den Spritverbrauch in die Höhe

Klimaanlage, Sitzheizung & Co. erhöhen den Spritverbrauch um bis zu 20%. Erfahren Sie, wie viel Strom jeder Verbraucher kostet und wo sich sparen lohnt.

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Nicht nur zu schnelles Fahren, hoher Verkehr oder starke Beschleunigung treiben den Spritverbrauch in die Höhe. Viele Bordfunktionen werden fast automatisch eingeschaltet, doch jede von ihnen zieht Strom – und das bedeutet, dass der Motor mehr Kraftstoff verbrennen muss.

Die Klimaanlage ist der offensichtlichste Übeltäter. Laut ADAC-Daten, die von SPEEDME zitiert werden, kann der Betrieb der Klimaanlage in der Stadt den Verbrauch um bis zu 20 Prozent erhöhen. Bei einem Auto mit einem Durchschnittsverbrauch von 5 Litern pro 100 Kilometer bedeutet das einen zusätzlichen Liter alle 100 Kilometer. Auf der Autobahn fällt der Aufschlag geringer aus – rund 6 Prozent oder 0,3 Liter pro 100 Kilometer. Im Durchschnitt addiert die Klimaanlage 10 bis 15 Prozent zum Verbrauch. Dennoch lohnt es sich nicht, sie komplett auszuschalten, um Sprit zu sparen: Beschlagene Scheiben, Hitze und Fahrermüdigkeit können weit gefährlicher sein als ein kleiner Mehrverbrauch.

Elektrische Verbraucher sind ebenfalls nicht umsonst zu haben. Die Batterie wird von der Lichtmaschine geladen, die den Motor belastet. Der ADAC gibt eine einfache Faustregel: Jede 100 Watt elektrischer Leistung erhöhen den Verbrauch um etwa 0,1 Liter pro 100 Kilometer. Das bedeutet, dass die Front- oder Heckscheibenheizung mit rund 800 Watt bis zu 0,8 Liter pro 100 Kilometer mehr kosten kann. Der Gebläselüfter auf mittlerer Stufe benötigt etwa 170 Watt, das Abblendlicht 125 Watt, Nebelscheinwerfer 110 Watt, Sitzheizungen rund 100 Watt und ein beheiztes Lenkrad 50 Watt.

Manche Systeme sind noch durstiger. Eine Standheizung kann bis zu 2000 Watt verbrauchen, was umgerechnet bis zu 2 Liter pro 100 Kilometer entspricht. Vor diesem Hintergrund haben das Radio mit 20 Watt, ein USB-Anschluss mit 100 Watt oder ein portables Navigationsgerät mit 10 Watt so gut wie keine Auswirkungen auf den Geldbeutel – auch wenn sie technisch gesehen eine Last darstellen.

Der Schlüssel liegt in einer vernünftigen, nicht fanatischen Sparsamkeit. Klimaanlage, Heckscheibenheizung und Lichter sind für die Sicherheit unverzichtbar, aber es gibt keinen Grund, stromhungrige Verbraucher aus Gewohnheit laufen zu lassen. Manchmal beginnt der Mehrverbrauch nicht am Gaspedal, sondern an einem Knopf, der längst hätte ausgeschaltet werden sollen.