12:52 01-06-2026

Nissan Frontier überstand den brutalen IIHS-Crash — und stolperte über die einfachen Dinge

Die Sicherheitszelle hielt makellos. Die Elektronik? Eine ganz andere Geschichte.

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Ein echtes Paradox aus der jüngsten IIHS-Runde. Die Sicherheitszelle des Nissan Frontier 2026 steckte alles weg, was die Tester auf der Beifahrerseite auf sie losließen, und kassierte die Bestnote „gut“. Die Elektronik, die einen vor dem Aufprall retten soll, war dagegen ein völlig anderes Thema.

Im Small-Overlap-Test auf der Beifahrerseite verteilte das US-Versicherungsinstitut für Verkehrssicherheit fast überall die Note „gut“: Karosseriestruktur, Kopf-, Hals-, Brust- und Hüftschutz. Die Airbags machten ihren Job — der Kopf des Dummys traf auf keinerlei harte Innenraumelemente. Der einzige Schönheitsfehler? Die Belastung auf Unterschenkel und Fuß der Beifahrerseite — dort fiel die Wertung eine Stufe ab.

Beim moderaten Frontaufprall schlug sich der Frontier erneut achtbar. Doch der Seitencrash beendete die Glückssträhne: „akzeptabel“, mit klarer Ansage vom IIHS — der Kopf des Fondpassagiers bewegte sich zu frei und traf durch den Seitenairbag hindurch auf den Bereich der C-Säule.

Und es kommt spannender. Die Assistenzsysteme entpuppten sich als echte Schwachstelle. Fußgänger-Notbremsassistent — nur „akzeptabel“. Bei den Scheinwerfern wird es noch unübersichtlicher: drei Varianten für das Modelljahr 2026, zwei davon mit „akzeptabel“ bewertet. Am schlechtesten schnitt das Basis-Setup für S und SV ab — das Institut bemängelte Blendung und unzureichende Sicht auf der linken Straßenseite.

Auf dem Markt bleibt der Frontier einer der günstigeren Midsize-Pickups in den USA. Nissan verlangt für den 2026er ab 32.150 Dollar, das Topmodell PRO-4X Long Bed startet bei 42.370 Dollar — ohne Überführung und Gebühren.

Unter der Haube — ein 3,8-Liter-V6-Saugmotor in Kombination mit einer 9-Stufen-Automatik. Der Crew Cab S 4x2 verbraucht etwa 11,2 l/100 km, der allradgetriebene PRO-4X 4x4 Long Bed rund 13,1 l/100 km.

Zuvor meldete Nissan einen Rückgang der weltweiten Verkäufe und Exporte im April 2026.