04:49 04-06-2026

BMW enthüllt die Marke, die Bentley den Schlaf rauben wird

BMW schließt endlich die Lücke zwischen Flaggschiff und Rolls-Royce. Vision Alpina zeigt den Weg — das erste Serienauto kommt 2027.

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BMW schließt eine Lücke, über die seit Jahren gesprochen wird. Zwischen dem eigenen Flaggschiff und Rolls-Royce liegt ein breiter Korridor, in dem Bentley, Maybach und Range Rover zu Hause sind. Genau dort hinein fährt jetzt Alpina — eine Marke, an der sich BMW bereits 2022 die Rechte gesichert hat. Die erste vollständig unter Münchner Regie entwickelte Studie debutierte gerade beim Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2026.

Der Vision BMW Alpina hat keine Serienambitionen. Er ist ein Manifest: zurückhaltende Proportionen, klassische BMW-Elemente, null Aggressivität. Keine M-Ästhetik, keine Aero-Aufführung. Ein ruhiger Auftritt — und dahinter steht Kalkül.

BMW-Alpina-Vize Oliver Viellechner macht aus seiner Logik kein Geheimnis: Die Zielgruppe der Superreichen wächst, und die Nachfrage verschiebt sich von zur Schau gestelltem Luxus hin zu etwas Leiserem, Persönlicherem. Bevor die Designer den Stift zückten, so BMW-Group-Designchef Adrian van Hooydonk, vertiefte sich das Team in die Markenhistorie und sprach mit den Kunden.

Die entscheidende Frage lautet: Was unterscheidet Alpina von M? Die Antwort fällt deutlich aus. M steht für Sport. Alpina steht für Geschwindigkeit. Die Formel „speed, not sport“ klingt fast wie ein Glaubensbekenntnis. Keine Nürburgring-Ambitionen. Lange schnelle Reisen, Grand Touring, kompromissloser Komfort. Und der Richtwert — 300 km/h.

Das erste Serienmodell der neuen Alpina-Ära kommt 2027. Es wird auf der 7er-Limousine basieren und das obere Ende der Baureihe besetzen. Die Antriebe dürfen Kunden aus dem BMW-Portfolio wählen — die Auswahl soll breit ausfallen. Alpina wird nicht laut werden. Schnell und leise — das soll reichen, um jene abzuwerben, die sonst entschlossen zu Bentley gegangen wären.