Vlad Komarov

Xpeng hat es geschafft, und Malaysia steht jetzt auf der Landkarte

Monate hinter dem Plan, aber der Meilenstein steht: Malaysia ist jetzt nach Österreich und Indonesien Xpengs dritter Produktionsstandort im Ausland.

Tarantas News zu Ihren bevorzugten Google-Quellen hinzufügen

Xpeng hat es geschafft. Der erste lokal gefertigte G6-Elektrocrossover ist gerade vom Band der EP Manufacturing Bhd (EPMB) im malaysischen Melaka gerollt — obwohl die Mitteilung an die Bursa Malaysia den Produktionsstart eigentlich für den 31. März 2026 angesetzt hatte. Ein paar Monate Verspätung, klar — aber Fakt bleibt Fakt: Malaysia ist jetzt Xpengs dritter Brückenkopf im Ausland, gleich nach Österreich und Indonesien.

Bislang wird der G6 im Land nur als importierte CBU-Variante aus China verkauft. Und das Preisschild zieht mit jeder Ausstattungsstufe spektakulär an: RWD Standard Range für 160.000 Ringgit (rund 38.000 US-Dollar), RWD Long Range Pro für 180.000 Ringgit (42.700 US-Dollar), AWD Performance für 192.000 Ringgit (45.500 US-Dollar) und an der Spitze die AWD Black Edition für 196.000 Ringgit (46.500 US-Dollar).

Die große Frage jetzt: Was werden die lokal gebauten Autos kosten? Und überleben alle vier Versionen den Wechsel auf CKD, oder verschwinden einige still und leise? Offen bleibt auch, ob der Start der lokalen G6-Produktion mit der Premiere des CKD-Facelift-X9 zusammenfällt.

Xpeng hatte seinen Montagepartner in Malaysia schon im Dezember bekanntgegeben — eben EPMB. Neben G6 und X9 bereitet das Werk in Melaka auch den X9 PowerX mit dem REEV-Range-Extender-Antrieb vor. Das Kalkül ist klar: Steuervergünstigungen für vollständig importierte E-Autos laufen in Malaysia aus, und wer rechtzeitig lokalisiert, bleibt im Spiel. Xpeng schafft das offenbar gerade noch.

xpeng.com