Vlad Komarov

Roush baut einen Mustang, der Fords eigenen Dark Horse SC schlägt — für die Hälfte des Geldes

Das neue Kompressor-Kit von Roush hebt den Mustang GT 2026 auf 810 PS und 854 Nm — und schlägt damit den werkseigenen Dark Horse SC zu einem Bruchteil des Preises.

Tarantas News zu Ihren bevorzugten Google-Quellen hinzufügen

Roush hat gerade die eigene Fabrik von Ford gesprengt. Das neue Kompressor-Kit für den 2026er Mustang GT und Dark Horse hievt den 5,0-Liter-V8 auf 810 PS und 854 Nm — und das ist mehr, als der offizielle Mustang Dark Horse SC abliefert. Deutlich mehr.

Der eigentliche Witz steckt aber im Preis. Das Kit allein kostet 10.399 Dollar. Wer es auf einen normalen Mustang GT schraubt, bekommt am Ende ein 810-PS-Auto für rund 58.954 Dollar. Zum Vergleich: Der ab Werk aufgeladene Dark Horse SC startet bei 108.485 Dollar. Fast das Doppelte. Für weniger Leistung.

Das Herzstück ist ein Eaton TVS R2650, gemeinsam mit Magnuson Superchargers entwickelt und kopfüber eingebaut. Genau dieses Wort — „invertiert“ — erklärt den ganzen Kniff. Die umgedrehten Rotoren senken den Aufbau so weit ab, dass er unter die Serienhaube passt. Keine Beule, kein Lufteinlass, kein optischer Verrat. Für einen Kompressor-Umbau ist das Ingenieurskunst auf hohem Niveau.

© roushperformance.com

Der Lader arbeitet mit 13 psi (rund 0,9 bar) und behält die werkseitigen doppelten 80-mm-Drosselklappen. Dazu kommen zwei Ladeluftkühler, ein vorderer Wärmetauscher, eine Hochleistungspumpe von Bosch, größere Einspritzdüsen, CNC-gefräste Kraftstoffverteiler, neue Führungsplatten und Zündkerzen mit verringertem Elektrodenabstand. Hier ist ernsthafte Technik am Werk, kein Schraubendreher-Tuning.

Und jetzt das Unangenehme für Ford. Roush schlägt den Dark Horse SC bei beiden Hauptwerten: 810 PS gegen 795 und 854 Nm gegen rund 732 Nm (540 lb-ft) bei der Werks-SC-Version. Anders gesagt: Ein Tuner liefert für 10.000 Dollar das, wofür Ford 100.000 verlangt. Was dem Dark Horse SC noch bleibt, ist das Etikett „offizielle Werksversion“. Mehr nicht.

Die größte Überraschung steckt nicht einmal in den Zahlen — sondern in der Sauberkeit des Einbaus. Im Motorraum muss nichts geschnitten, verlegt oder entfernt werden. Die werkseitige K-Brace bleibt sitzen, die Motorhaube braucht keine Anpassungen. Das Kit ist in allen 50 US-Bundesstaaten legal und kommt mit einer eingeschränkten Antriebsgarantie von drei Jahren oder 36.000 Meilen (etwa 58.000 km). Für die Tuning-Branche ist diese Kombination nahezu unerhört.

Für Mustang-Fans ist das einer dieser seltenen Momente, in denen ein Upgrade weniger nach Garagen-Glücksspiel aussieht und mehr nach einer Werkslinie — nur günstiger und böser als das Werk selbst. Die einzige offene Frage: Schlucken Fahrwerk, Bremsen und Hinterreifen diese 810 PS so gelassen wie Roushs Preisliste die Lücke zum Dark Horse SC.

roushperformance.com