Pavel Pavlov

Die Südafrikaner schreiben die Regeln des gepanzerten Luxus neu — und Mercedes liefert das Chassis

Die südafrikanische Firma SVI Engineering hat einen Mercedes Sprinter komplett zerlegt — und als B6-gepanzerte VIP-Lounge mit Massagesesseln, zwei Kühlschränken und ausfahrbarem 55-Zoll-TV zurückgebracht.

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Die Südafrikaner haben die Regeln im Premium-Panzersegment soeben neu geschrieben. SVI Engineering hat sein bisher luxuriösestes Projekt vorgestellt — einen Mercedes-Benz Sprinter, der zur rollenden Festung wurde. Und das ist kein gewöhnlicher Panzerwagen. Nach Aussage der Macher ist es ein Privatjet für die Straße.

Die Premiere fand auf der Securex South Africa 2026 in Johannesburg statt. Basis ist der langversion Mercedes-Benz Sprinter 517 CDI. SVI-Ingenieure zerlegten das Fahrzeug bis zur letzten Schraube und bauten es mit einem maßgeschneiderten Panzerpaket der Klasse B6 wieder auf: Stahlplatten, leichte Verbundwerkstoffe und ballistisches Glas. Der Schutz ist gegen Sturmgewehre ausgelegt — AK-47, R1, R5.

Doch die eigentliche Geschichte ist nicht die Panzerung. Sie beginnt hinter der Trennwand. Das vordere Abteil bleibt dem Fahrer und einem Personenschützer vorbehalten. Der gesamte Heckbereich wurde in eine Business-Class-VIP-Lounge verwandelt. Zwei Kapitänssessel mit Massagefunktion. Eine eigene Klimaanlage. Eine Kücheneinheit mit zwei Kühlschränken. Ein abgeschlossenes WC. Und das ist die Grundausstattung. Wer in der Optionsliste blickt, findet einen ausfahrbaren 55-Zoll-Bildschirm, eine Premium-Soundanlage, Holzboden oder einen Teppich nach Wahl.

„Unser Ziel war es, ein Gefühl wie bei einem Privatjet-Flug zu schaffen. Sobald sich die Türen schließen, hört die Außenwelt auf zu existieren“, sagte Nicol Louw, Business Development Director bei SVI.

Und unter der Haube? Nichts Exotisches. Der Sprinter 517 CDI hat den 2,0-Liter-Turbodiesel OM654 mit 125 kW — das sind 170 PS. Das Drehmoment liegt bei 400 Nm. Angetrieben werden die Hinterräder über eine Sechsgang-Schaltung oder eine Neunstufen-Automatik. Damit die Panzerung das Fahrverhalten nicht ruiniert, hat SVI das Fahrwerk überarbeitet — mit dem Versprechen, dass der Komfort dem Privatjet-Anspruch gerecht wird.

SVI Engineering