Dmitry Yakin

Der Bronco, der Komfort über Felsen stellt — und ganz ohne USA auskommt

Ford zeigt einen elektrifizierten Bronco mit bis zu 1.204 km Reichweite. Nur eines fehlt: ein Ticket in die Staaten. Gebaut wird er in China mit JMC.

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Ford hat einen Bronco gezeigt, der bis zu 1.204 km ohne Stopp schaffen soll — und Amerikaner werden ihn nicht fahren. Der Bronco New Energy entstand zusammen mit Jiangling Motors Corporation, gebaut wird er für China und Australien. In den USA bleibt er draußen: Zölle, andere Sicherheitsvorschriften, andere Abgasnormen. Für US-Käufer gibt es nur die Fotos.

Die wichtigste Variante heißt Bronco EREV. Ihr 1,5-Liter-Turbo treibt die Räder nicht direkt an. Er arbeitet als Generator — lädt die Batterie, und der eigentliche Vortrieb kommt von zwei Elektromotoren. Mit einem 43,7-kWh-Akku leistet das System 415 PS. Rein elektrisch sind rund 221 km drin, mit zugeschaltetem Generator klettert die Reichweite auf 1.204 km nach Chinas CLTC-Zyklus. Der Zyklus ist bekanntlich gnädig — trotzdem ist die Zahl eine Ansage.

B. Naumkin

Es gibt auch eine reine Elektroversion — den Bronco New Energy BEV. Zwei Motoren, 445 PS, eine 105-kWh-Batterie und bis zu 650 km nach CLTC. Der EREV startet bei 229.800 Yuan — rund 33.900 US-Dollar. Spürbar günstiger als der Basis-Bronco in den USA.

Trotzdem ist das kein Ersatz für das US-Modell. Kein Leiterrahmen, sondern eine selbsttragende Karosserie. Kein abnehmbares Dach. Der harte Offroad-Charakter wurde zugunsten von Komfort entschärft. Dafür gibt es umlegbare Sitze, ein ausfahrbares Campingdach und das Format eines klassischen Touring-SUV.

Der Name ist geblieben — die Bedeutung hat sich verschoben. Weniger Schlamm und Felsen, mehr lange Etappen, Steckdosen und Nächte direkt im Auto.

B. Naumkin