Ford überlässt Jeep die Offroad-Krone kampflos
Ford-Ingenieur schließt Bronco Raptor R und Ranger Raptor R aus. Gleicher Preis von 79.995 Dollar, gleicher Käufer — aber nur Jeep hat den V8. Wrangler 392 bleibt unangefochten.
Ford streckt die Waffen vor Jeep. Die Bronco Raptor R und Ranger Raptor R, auf die Fans der Marke gewartet haben, bleiben wohl ein Wunschtraum. Carl Widmann, Chefingenieur von Ford Racing Production Vehicles, sagte Road & Track ganz offen, dass es solche Pläne nicht gibt. Und legte etwas noch Aussagekräftigeres nach: Der Ranger Raptor sei seiner Meinung nach ohnehin schon zu stark.
Zu stark? Die Rede ist von einem Pickup mit 3,0-Liter-V6-EcoBoost, 405 PS und 582 Nm. Für das Midsize-Segment ist das tatsächlich eine andere Liga. Chevrolet Colorado, GMC Canyon und Nissan Frontier kommen auf maximal 310 PS, Toyota Tacoma auf 326 PS, und Jeep Gladiator steckt bei 285 PS fest. Widmann hat im Grunde recht — ernsthafte Gegner hat der Ranger Raptor in seiner Klasse keine.
Beim Bronco sieht es anders aus. Hier prallt Ford direkt auf Jeep Wrangler — und verliert. Der Wrangler 392 trägt einen 6,4-Liter-V8 mit 470 PS und 637 Nm. Der Bronco Raptor antwortet mit 418 PS und 596 Nm. Ein Rückstand von rund fünfzig PS lässt sich nicht mit Marketing wegreden.
Beide Modelle starten bei derselben Marke — 79.995 Dollar ohne Lieferung. Gleicher Preis, gleiche Aura, gleicher Käufer. Aber der V8 gehört allein Jeep. Solange Ford auf den Bronco Raptor R verzichtet, regiert der Wrangler 392 die Spitze der Top-Offroader 2026 unangefochten. Und nach Widmanns Worten bleibt das auch erst einmal so.