Pavel Pavlov

Ein Jahr Volvo EX30 — Geliebt? Nein. Genervt? Jeden Tag

3,6 Sekunden auf 100, schicker Innenraum, kompakte Stadtmaße. Trotzdem fiel das Urteil nach zwölf Monaten hart aus: Der EX30 ging schlicht auf die Nerven.

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Den Volvo EX30 wollte man lieben. Hat aber nicht geklappt. Tester haben ihren Langzeittest mit dem Volvo EX30 Twin Motor Performance abgeschlossen — und das Urteil fällt hart aus. In zwölf Monaten legte der Elektro-Crossover rund 8.000 Meilen zurück, also etwa 12.900 km. Mit ihm zu leben sei, so die Tester, „sehr nervtötend“ gewesen. Schuldige? Die Software, der Schlüssel, die Autobahnreichweite und die Touchscreen-Bedienung.

Der Volvo EX30 hat Stärken, und die sieht man sofort. Er ist tatsächlich ein kompakter Elektro-Crossover: deutlich kürzer als das Tesla Model Y, also stadttauglich und einfach zu parken. Trotzdem passen vier Erwachsene bequem hinein, die Sitze sind angenehm, und das Innenraumdesign wirkt frisch. Auch die Fahrleistungen beeindrucken. Die Twin Motor Performance schafft 60 mph (rund 97 km/h) in 3,6 Sekunden — das ist Hot-Hatch-Niveau.

Und dann beginnt das Drama. Die Aufmerksamkeitserkennung schlägt bei jedem Wimpernschlag an, während die Hälfte aller Funktionen im zentralen Touchscreen vergraben ist. Der Widerspruch ist offensichtlich: Das Auto verlangt volle Konzentration auf die Straße — und zwingt einen zugleich, für jede Einstellung in die Menüs zu tauchen.

Auch Apple CarPlay, die Sensortaste für die hinteren Fenster und der schlüssellose Funkschlüssel machten Probleme: Letzterer entriegelte oder verriegelte das Auto nicht immer zuverlässig. Kleinigkeiten? Nur solange sie nicht jeden Tag passieren.

Auch die Reichweite enttäuschte. Der EPA-Wert des Testwagens lag bei 250 Meilen (rund 402 km), in der Praxis kam er sogar weiter — 256 Meilen, also etwa 412 km. Aber sobald man auf die Autobahn fährt, bricht die Zahl auf 200 Meilen ein, also rund 322 km. Immer der gleiche Verlust von gut 100 Meilen. Schnellladen mit bis zu 150 kW und 10–80 % in 26 Minuten ist brauchbar — reicht aber nicht, um den EX30 zum echten Langstreckenauto zu machen.

Zuvor wurde berichtet, dass ein 1998er VW Passat mit Dieselmotor knapp 2.400 km mit einer Tankfüllung schaffte.

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