Pavel Pavlov

Die Familie hinter Alpina ist zurück — mit einem 800 PS starken Gran Turismo

Karosserie von Frank Stephenson, Klang von Akrapovič, maßgefertigte Pirelli mit BOV-Stempel. Willkommen beim Fine Driving — ab 198.900 Euro.

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Die Familie, die einst Alpina zur Legende machte, hat die Marke an BMW verkauft und unter dem eigenen Namen neu angefangen. Ihr erstes Auto, der Zagato, war eine Ansage. Das zweite ist das eigentliche Produkt. Bitte sehr: der Bovensiepen 05 GT. Kein „weiterer getunter BMW“, sondern ein eigenständiger Gran Turismo mit 800-PS-Plug-in-Hybrid, einer Karosserie aus der Feder von Frank Stephenson und maßgefertigten Pirelli-Reifen, in deren Flanke die Buchstaben BOV eingeprägt sind.

Technisch basiert der 05 GT auf der Plattform der BMW 5er-Reihe und nutzt den Antriebsstrang des M5 — doch in Buchloe wurde er ordentlich nachgeschärft. Neuer Lufteinlass, eine Titan-Abgasanlage von Akrapovič, überarbeitete Motorsoftware — die Systemleistung liegt jetzt bei 589 kW, also 800 PS, mit wuchtigen 1.100 Nm Drehmoment. Null auf 100 km/h schafft er in unter 3,6 Sekunden. Spitze: 305 km/h. Leergewicht: 2.555 kg, Länge über fünf Meter. Es ist ein PHEV, und im WLTP-Zyklus genehmigt er sich 5,3 l/100 km plus 17,0 kWh/100 km, CO₂-Emissionen liegen bei 124 g/km. Abgestimmt wurde der Motor auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken in Papenburg und Nardò — Sommer wie Winter.

Der Preis hat es in sich. Der Bovensiepen 05 GT startet in Deutschland bei 198.900 Euro inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer — rund 50.000 Euro über einem Serien-BMW M5. Dafür gibt es die neue Karosserie von Frank Stephenson, die Titan-Akrapovič-Abgasanlage (7,8 kg leichter als die Serien-Edelstahlanlage, dazu der bassbetonte Klang) und ein Lederinterieur mit einem Lenkrad in Lavalina®. Wer das komplette Lavalina-Interieur möchte, legt weitere 20.000 Euro drauf. Lavalina ist übrigens ein fassgegerbter Luxus-Wildlederbezug, dessen Rohmaterial ausschließlich von sorgfältig ausgewählten Höfen im süddeutschen Raum, in Österreich, der Schweiz und in Norditalien stammt.

Den Entwurf zeichnet Frank Stephenson verantwortlich — der Mann hinter dem ersten BMW X5, dem Neustart des modernen MINI Cooper, dem Ferrari F430 und dem McLaren P1. Der Kühlergrill ist aus lasergeschnittenem Edelstahl. Hinten: vier ovale Titan-Endrohre. Eine umlaufende Designlinie zieht sich über die gesamte untere Karosserie und verbindet Stoßfänger und Schweller zu einer optischen Einheit — ihre Farbe lässt sich auf den Lack abstimmen. Die Räder sind 21 Zoll groß, geschmiedet, mit zwanzig gefrästen Speichen. Die Pirelli sind maßgefertigt, eigens für diesen Wagen entwickelt, mit BOV-Markierung auf der Flanke. Das Fahrwerk bekommt modifizierte Domlager, Eibach-Federn und eine Domstrebe. Jedes Auto wird in Buchloe von Hand gebaut und trägt eine nummerierte Plakette. „Ein Genuss für alle Sinne“, sagt Geschäftsführer Andreas Bovensiepen. Und damit hat er recht.

Die ersten Kundenauslieferungen sind für das vierte Quartal 2026 geplant.

Zuvor wurde berichtet, dass G-Power den BMW M5 CS auf 900 PS und 333 km/h gebracht hat.

www.bovensiepen.com