Alfa Romeo bestätigt den Hatchback, auf den Fans seit 2020 warten
Nach sechs Jahren Stille kehrt Alfa Romeo ins Kompaktsegment zurück. Das Ziel? VW Golf, BMW 1er und Audi A3 — alle auf einmal.
Nach sechs Jahren Stille kehrt Alfa Romeo dorthin zurück, wo der Weg zur Rettung einst begann. Die Italiener haben offiziell einen neuen kompakten Schrägheck der C-Klasse bestätigt — den ersten seit dem Giulietta, der Ende 2020 in Cassino vom Band lief.
Das Ziel? Nicht weniger als die Revanche am Volkswagen Golf. Und nebenbei einen Vorstoß ins Revier von BMW 1er, Mercedes A-Klasse und Audi A3. Bescheiden sind diese Ambitionen wahrlich nicht.
Die Basis bildet die neue Architektur STLA One — jene, die zuvor STLA Medium hieß. Der Plattform-Debüt ist für 2027 geplant, und auf ihr werden auch der nächste Peugeot 308 und Opel Astra entstehen. Die Architektur ist multi-energie-fähig, deshalb verspricht Alfa Romeo sowohl reine Elektroautos als auch Versionen mit Verbrenner. Keine harte Entscheidung zugunsten einer einzigen Technologie — Stellantis hat endlich das Dogma fallen lassen.
Konzeptionell stützt sich der Neuling auf das Erbe zweier Kultmodelle — Alfa Romeo 147 und Giulietta. Eben jener 147, der die Marke Anfang der 2000er aus dem Loch zog und den Titel European Car of the Year einsackte. Laut Autocar werden der künftige Schrägheck und der nächste Tonale eine gemeinsame Basisplattform und große Teile der Antriebstechnik teilen — das klassische „Hatchback plus Crossover auf einer Basis“, das die Konkurrenz seit Jahren melkt.
Die elektrischen Varianten bekommen eine 800-Volt-Architektur für ultraschnelles Laden. Die Verbrenner werden mit der Standardpalette an Mild- und Plug-in-Hybriden von Stellantis bedient. Und — Achtung — die Plattform unterstützt Steer-by-Wire, jene „Lenkung ohne Mechanik“, die kürzlich am Peugeot Polygon Concept gezeigt wurde. Ob die Technik es in einen Serien-Alfa schafft, bleibt offen.
Genaue Markteinführungstermine für den Kompakten hat Alfa Romeo noch nicht genannt. Beim Tonale ist die Sache hingegen klar — der Nachfolger kommt 2029. Die Uhr tickt.