Kia hat den halben Niro abgesägt — und Spanien spürt es als Erstes
Das Crossover-Facelift kommt mit neuem Look, schärferer Technik und einer kontroversen Entscheidung. Preise ab 34.750 Euro.
Kia hat keine Zeit verloren. Der überarbeitete Niro 2027 ist bereits in Spanien angekommen — die Bestellungen sind offen, die Auslieferungen beginnen praktisch sofort. Und hier geht es nicht um Kosmetik: Das Auto hat sich außen, innen und unter der Haube verändert.
In Spanien stehen drei Ausstattungslinien zur Auswahl — Concept, Drive und Emotion. Die Basis ist keine kahle Hülle, wie es heute oft üblich ist. 16-Zoll-Räder, LED-Scheinwerfer, ein digitales Kombiinstrument, ein Multimediasystem mit Touchscreen, Android Auto und Apple CarPlay, adaptiver Tempomat, Parksensoren rundum, Rückfahrkamera und Spurhalteassistent. Das alles — schon zum Einstiegspreis.
Die Drive-Version legt noch Navigation, Toter-Winkel-Warner und einen Querverkehrsassistenten hinten drauf, der für Sie bremst. Und der Top-Emotion spielt in einer ganz anderen Liga: 18-Zoll-Felgen, elektrische Heckklappe, 360-Grad-Kamera, Toter-Winkel-Monitor und ferngesteuertes Einparken direkt per Schlüssel.
Aber die eigentliche Geschichte spielt sich unter der Haube ab. Der Niro wird jetzt ausschließlich als selbstladender Hybrid verkauft. Die Plug-in-PHEV-Variante und der vollelektrische e-Niro sind Geschichte — Kia hat entschieden, dass der EV3 dieses Regal besser füllt. Ein einziger Antriebsstrang bleibt übrig für alle: ein 1,6-Liter-GDi-Benziner kombiniert mit einem Elektromotor, in Summe 138 PS. Das Getriebe ist ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT), der Antrieb erfolgt über die Vorderräder. Von null auf 100 km/h geht es in 11,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 170 km/h.
In Spanien beginnen die Preise bei 34.750 Euro und reichen bis zu 41.950 Euro für die Topversion. Und hier kommt der Trumpf, der die Budget-Hybrid-Konkurrenz endgültig erledigt: Der Niro trägt das ECO-DGT-Umweltlabel — das bedeutet kostenloses Parken in einigen Städten und freien Zugang zu Umweltzonen. Für spanische Großstädte ist das fast das entscheidende Argument.