Chery kommt nach Deutschland — und schickt gleich die ganze Tiggo-Armee
Chinas größter Autobauer eröffnet eine deutsche Niederlassung, sucht ab Juli 2026 Händler und bringt seine Tiggo-Familien-SUVs in der ersten Jahreshälfte 2027. Die Uhr tickt.
Die Chinesen marschieren ins Herz des europäischen Automarkts. Chery Group hat bestätigt, dass die Marke Chery in der ersten Hälfte 2027 in Deutschland startet. Die deutsche Niederlassung ist bereits registriert, und das Ziel ist klar — Familien. Genauer gesagt: ihre Geldbeutel.
Zum Start rollt Chery die Tiggo-SUV-Familie aus — mit ihr will die Marke um den deutschen Käufer kämpfen. Keine reinen Stromer in der ersten Welle: Der Fokus liegt auf Hybriden, Plug-in-Hybriden und klassischen Verbrennern. Unter dem Banner der Philosophie „For Family“ verspricht der Konzern funktionales Design, Sicherheit, anwenderfreundliche Technik und jenes berüchtigte Preis-Leistungs-Verhältnis, mit dem chinesische Hersteller die Europäer immer wieder kalt erwischen.
Die Elektrifizierung ist der wichtigste Wachstumstreiber des Konzerns. Von Januar bis Mai 2026 schnellten die Verkäufe von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben um 25,7 Prozent in die Höhe, auf 361.761 Einheiten. Der weltweite Gesamtabsatz der Chery Group erreichte im selben Zeitraum 1.100.921 Autos, der Export 752.755 Fahrzeuge. Zahlen, bei denen es der Konkurrenz nervös ums Auge zuckt.
In Europa hat Chery bereits Brückenköpfe: Großbritannien, Spanien, Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien. Deutschland ist die nächste Front. Das Händlernetz soll nach klassischem Franchise-Modell aufgebaut werden, die offizielle Partnersuche beginnt im Juli 2026. Bis zum Verkaufsstart bleibt etwas mehr als ein Jahr. Die Uhr tickt.