Dmitry Yakin

Weniger Leistung, niedrigerer Preis — Mini holt einen Namen aus der Versenkung zurück

Der günstigste Cooper seit Jahren ist da. 122 PS, DCT-Automatik, ab 24.735 Pfund — Minis bewusster Reset für Einsteiger.

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Mini hat endlich getan, worauf Käufer lange gewartet haben — die günstigste Version kehrt in die Modellpalette zurück. Der Cooper One ist wieder da: ein 1,5-Liter-Dreizylinder-Turbo, ein DCT-Automatikgetriebe und ein Einstiegspreis von 24.735 Pfund (33.887 Dollar zum aktuellen Kurs). Zum ersten Mal seit der F56-Generation gibt es einen Cooper unter 25.000 Pfund.

Technisch ist der Cooper One ein entdrosselter Cooper C. Die Leistung wurde von 156 auf 122 PS gekappt. Der Sprint auf 100 km/h dauert jetzt 9,3 Sekunden statt 7,7 wie beim Cooper C — ein spürbarer Unterschied. Doch der Verbrauch bleibt identisch — 4,9 l auf 100 km. Für ein Auto, das Mini offen als idealen Erstwagen positioniert, ist das viel wichtiger als die Datenblatt-Dynamik. Weniger Leistung, niedrigerer Preis. Keine Magie, blanke Arithmetik.

Die Sparsamkeit zieht sich auch durch die Ausstattungsliste. Den Cooper One gibt es ausschließlich als Classic, mit drei Lackierungen und zwei Felgenvarianten. Serienmäßig: Melting Silver, ein Dach in Wagenfarbe und 16-Zoll-Räder. Gegen Aufpreis: Icy Sunshine Blue, Midnight Black und 17-Zoll-Räder. Im Innenraum dominiert eine schwarz-blaue Polsterung, optional grau-blau. Das Level-1-Paket bringt ein Head-up-Display und kabelloses Laden. Mehr nicht. Die Optionsliste liest sich in unter einer Minute — und genau darum, so scheint es, geht es Mini.

© mini.com.au

Die Produktion des Cooper One startet im Juli, die ersten Auslieferungen erreichen die Händler im dritten Quartal 2026. Zunächst nur für Großbritannien und Europa. In den USA wird der One nicht angeboten: dort bleibt die Oxford Edition der Einstieg, und Mini USA hat den Namen One in seiner Produktstrategie nie geführt.

Parallel hat Mini die Benzin-Linie der Paul Smith Edition erweitert. Ursprünglich kehrte die Sonderversion nur als Elektrovariante zurück — jetzt ist sie auch für den dreitürigen und fünftürigen Cooper sowie das Cabrio verfügbar. Zur Wahl stehen Cooper C oder Cooper S, die Preise starten bei 31.285 Pfund (42.860 Dollar) und 32.335 Pfund (44.299 Dollar).

Die Paul Smith Edition ist keine Geschichte über Technik — es geht ums Image. Die Markenfarben Statement Grey, Inspired White und Midnight Black, ein grünes Nottingham-Green-Dach bei den Hardtops, ein optionaler Union Jack für das Cabrio, gestrickte Streifenpolster auf Armaturenbrett, Türen, Sitzen und Lenkrad. Auf der Fußmatte: ein von Paul Smith handgezeichneter Hase. Eine Kleinigkeit? Mag sein. Aber genau solche Details verkauft Mini lieber und teurer als jede nüchterne technische Broschüre.

Der One wurde nicht für Schlagzeilen zurückgeholt. Ohne unterste Stufe rutscht ein Premium-Stadtflügel zu schnell in die Kategorie „teures Spielzeug“ — und Mini hat nicht vor, das Erstwagen-Segment der Konkurrenz und dem Gebrauchtmarkt zu überlassen.

B. Naumkin