Dmitry Yakin

Pioneer hat den neuen Mazda CX-5 geknackt — Google Maps ist nicht mehr die einzige Wahl

Pioneer bringt COCCHi for Automotive für den neuen Mazda CX-5 — eine Navi-App, die selbst in Tunneln und unter Brücken nicht den Faden verliert.

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Die Japaner haben es endlich satt, dass im neuen Mazda CX-5 nur Google Maps die Navigation übernimmt. Pioneer setzt alles auf eine Karte — und bringt für das frische SUV seine eigene Cloud-Navigation COCCHi for Automotive an den Start. Herunterladen kann man sie direkt über Google Play im eingebauten Infotainment-System. Das Abo kostet 700 Yen im Monat, also rund 4,44 US-Dollar.

Doch das eigentlich Spannende ist nicht die Karte. Es ist die Genauigkeit der Positionierung. Pioneer hat COCCHi gemeinsam mit Mazda gezielt auf den CX-5 abgestimmt: Die App verlässt sich nicht nur auf das Satellitensignal, sondern zapft auch die bordeigenen Sensoren an — Gyroskop und Geschwindigkeitssensor. Genau dort, wo gewöhnliche Navis hysterisch zu „driften“ beginnen: in Tunneln, unter Hochstraßen, zwischen dichter Bebauung.

Und genau diese Szenarien sind es, die jede Fahrt ruinieren. Wenn das Navi nicht weiß, wo es ist, verpasst der Fahrer die Ausfahrt, rast auf die falsche Brücke und hört das hilflose „Route wird neu berechnet“. In japanischen Megacities, wo Kreuzungen übereinander gestapelt sind und Parallelstraßen auf verschiedenen Ebenen verlaufen, ist das schlicht eine Katastrophe. Und genau diese Katastrophe will Pioneer beenden.

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COCCHi zieht aktuelle Karten und Verkehrsdaten aus der Cloud, berechnet Routen mit eigenen Algorithmen von Pioneer und gibt Sprachhinweise genau dann, wenn man sie braucht. Die Oberfläche ist auf den Bildschirm im Auto zugeschnitten, und die Liste der unterstützten Modelle soll mit der Zeit wachsen.

Mazda-Vorstand Michihiro Imada konnte seine Begeisterung kaum verbergen: „Pioneer ist ein Unternehmen, das seit vielen Jahren über Spitzentechnologie und Erfahrung im Bereich Navigation verfügt. Wir sind überzeugt, dass die Unterstützung von COCCHi for Automotive im neuen CX-5 unseren Kunden ein komfortableres und sichereres Fahrerlebnis ermöglicht.“

Für Mazda ist das ein weiterer Schritt in die Richtung, die die ganze Branche einschlägt — weg vom fest eingebauten Navi, hin zum Servicemodell. Das Auto bekommt Funktionen jetzt über Apps und Abos. Der Käufer zahlt nicht mehr für „Navi in der Ausstattung“, sondern für einen ständig aktualisierten Dienst. Und genau hier steht den Herstellern die eigentliche Prüfung bevor: zu beweisen, dass die monatliche Gebühr wirklich Nerven auf der Straße spart — und nicht nur eine weitere Zeile auf der endlosen Abo-Liste hinzufügt.

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