Das dritte Pedal verglüht schneller, als irgendjemand erwartet hat
Volkswagen, Toyota, BMW und Cadillac drehen der Handschaltung leise den Rücken zu. Bis Ende 2026 verschwinden mehrere Enthusiastenmodelle – oder verlieren ihre Schaltversion.
Das dritte Pedal verschwindet schneller, als es schien. Bis Ende 2026 verlassen gleich mehrere Enthusiastenautos in den USA den Markt – oder verlieren ihre Handschaltversion. Das sind keine zusammenhanglosen Meldungen, das ist ein Muster. Das prominenteste Beispiel: der Volkswagen Jetta GLI. Ab dem Modelljahr 2027 wird die Limousine nur noch mit dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG angeboten, das 2026er Modell ist der letzte neue Volkswagen mit drei Pedalen auf dem US-Markt. Eine Ära endet leise, ohne große Ankündigungen.
Auf der Liste stehen auch Toyota GR Supra und BMW Z4. Beide Plattformverwandten laufen im Magna-Steyr-Werk in Österreich vom Band – und beenden gemeinsam den Lebenszyklus der aktuellen Generation, ohne bestätigten Nachfolger. Für die Supra ist es besonders bitter: Die Sechszylinder-Variante mit Sechsgang-Handschaltung kam spät, aber genau sie hat dem Auto seinen „analogeren“ Charakter zurückgegeben. Jetzt verschwindet alles im selben Paket.
Auch der Cadillac CT5-V Blackwing nähert sich dem Ende. Die aktuelle Limousine mit ihrem 6,2-Liter-Kompressor-V8 mit 668 PS und Handschaltung verabschiedet sich zusammen mit der laufenden CT5-Generation – die Produktion läuft bis Ende 2026 aus. Cadillac hat versprochen, die nächste Generation weiterhin mit Verbrennungsmotor anzubieten, ob aber eine Version mit drei Pedalen zurückkehrt, bleibt offen. Beim BMW M3 ist das Bild jetzt fast eindeutig: Der aktuelle G80 steht noch in den Schauräumen, doch die kommende Generation G84 wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die klassische Schaltung verzichten – und ihr letzter Träger wird das limitierte Sondermodell M3 CS Handschalter für das Modelljahr 2027 sein, gebaut ausschließlich für Nordamerika.