Pavel Pavlov

GMC lässt Mexiko noch ein Jahr warten — und es wird sich lohnen

GMC hat die neue Sierra 1500 für Mexiko vorgestellt. Marktstart 2027 nach den USA. Zwei neue Small Block V8, über 60 Zoll Displays, Denali Ultimate und AT4X führen die Baureihe an.

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GMC hat den Move durchgezogen, auf den man in Mexiko-Stadt jahrelang gewartet hat. General Motors stellte die neue Generation der GMC Sierra 1500 offiziell für den mexikanischen Markt vor — nur wenige Tage nach der Weltpremiere des überarbeiteten Full-Size-Pickups in den USA. Der Marktstart in Mexiko ist für Anfang 2027 geplant, nach dem US-Verkaufsbeginn.

Die neue Sierra 1500 wirkt größer, aggressiver und merklich teurer als der Vorgänger. Die Lichttechnik bekommt Begrüßungs- und Verabschiedungsanimationen spendiert, der Kühlergrill steht steiler und es gibt optional vier Auspuffendrohre — damit der Pickup auf der Straße aus einem Kilometer Entfernung zu erkennen ist. Das Außendesign verändert sich spürbar von Ausstattung zu Ausstattung. Die Hauptrollen übernehmen die luxuriöse Denali Ultimate und die Offroad-Variante AT4X — und genau auf sie setzt GMC, wenn der Hersteller die neue Generation als die leistungsstärkste, technologisch fortschrittlichste und reichhaltigste in der Sierra-Geschichte bezeichnet.

„Denali Ultimate und AT4X festigen die Position der Sierra als die leistungsstärksten, modernsten und luxuriösesten Pickups, die wir je gebaut haben. Die neue Sierra ist der Maßstab, an dem sich alle anderen messen müssen“, erklärte Michael MacPhee, Global Vice President von Buick & GMC.

Unter der Haube läuft eine echte Revolution. Es debütiert die sechste Generation der Small-Block-V8-Benziner mit zwei brandneuen Aggregaten — 5,7 und 6,6 Liter Hubraum — ergänzt durch den zurückkehrenden 2,7-Liter-Turbo TurboMax und den 3,0-Liter-Dieselmotor Duramax. Alle vier Motoren arbeiten mit einer 10-Stufen-Automatik. Konkrete Leistungs- und Drehmomentwerte will GMC später nachreichen.

Im Innenraum empfängt einen ein Schwall an Bildschirmen. Ein 16,3-Zoll-Zentraldisplay mit klassen-exklusiver Gelenkmechanik und versteckten Ablagen, ein 12,2-Zoll-Digital-Kombiinstrument, ein optionales 11,5-Zoll-Display für den Beifahrer, ein 15-Zoll-Head-up-Display in Farbe und ein 8,5-Zoll-Innenspiegel mit Kamerafunktion. In Summe ergibt das auf der Denali Ultimate mehr als 60 Zoll digitale Fläche — ein Klassenrekord.

Das Topmodell Denali Ultimate bekommt serienmäßig den 6,6-Liter-V8 — laut GMC der stärkste Saugmotor seiner Klasse im Full-Size-Pickup-Segment. Dazu kommen ein Bose-Premium-Soundsystem mit 16 Lautsprechern (einige davon sind in den Kopfstützen der Vordersitze versteckt) und ein dreijähriges Abonnement für das teilautonome Fahrsystem Super Cruise. Letzteres beherrscht freihändiges Fahren auf mehr als 600 000 Meilen kompatibler Straßen in den USA und Kanada — einschließlich Anhängerbetrieb, was nach Aussage von GMC kein Konkurrent bietet.

Die AT4X erzählt eine völlig andere Geschichte. 35-Zoll-Reifen Goodyear Wrangler Territory MT (eine Sierra-Premiere), Multimatic-Jounce-Control-Dämpfer, elektronische Differenzialsperren vorn und hinten, zwei Zoll Höherlegung, eine exklusive Motorhaube und eine überarbeitete Frontschürze. Innen — eine einzigartige Timber-Mahogany-Ausstattung, ein abgeflachtes Sportlenkrad und ein serienmäßiges Panoramadach. Und wem das alles noch nicht reicht, dem bietet GMC weiterhin das AEV-Edition-Paket.

Die komplette 2027er Baureihe umfasst sechs Varianten: Pro, Elevation, AT4, Denali, AT4X und Denali Ultimate. Die altbekannten SLE und SLT haben den Generationswechsel nicht überlebt — ihre Rolle übernimmt nun die Elevation.

Details zur mexikanischen Variante hält GMC noch zurück. Konkrete Ausstattungen, Preise und das Verkaufsdatum bleiben hinter den Kulissen. Lokale Medien berichten, dass die Marke länderspezifische Versionen und die Ausstattung später bekannt gibt, der kommerzielle Start wird im Laufe des Jahres 2027 erwartet. Eines ändert sich nicht: Die mexikanischen Sierra werden weiterhin im GM-Werk in Silao vom Band laufen.

Zuvor war bekannt geworden, dass GM ein Patent auf ein System erhalten hat, das nach einem Unfall automatisch Daten austauscht.

gmc.com