Dmitry Yakin

Toyota schraubt am Erfolgsrezept, und heraus kommt ein geschrumpfter RAV4

200.000 Käufer im Jahr — und Toyota krempelt trotzdem alles um. Der Yaris Cross 2027 startet in Spanien mit schärferem Gesicht, mehr Ausstattung und einem seltenen Trumpf, den kaum ein Rivale hat: Allradantrieb.

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Toyota fasst selten an, was ohnehin alle anderen überflügelt. Beim Yaris Cross aber hat der Hersteller genau das getan. Der überarbeitete Crossover des Modelljahrs 2027 ist gerade in Spanien gestartet — die Bestellbücher sind offen, die ersten Autos erreichen ihre Besitzer im September. Und das ist kein Alibi-Facelift. Der Yaris Cross ist Toyotas meistverkauftes Modell in Europa geworden: Allein 2025 fanden 200.000 Exemplare einen Käufer.

Optisch wurde der Crossover an die größeren Geschwister herangeführt — jetzt wirkt er wie ein auf Stadtformat geschrumpfter RAV4. Die Ausstattung ist reichhaltiger, der Hybridantrieb bleibt, und mit ihm eine Seltenheit in dieser Klasse: der AWD-i-Allradantrieb. Der Einstiegspreis liegt bei 27.500 Euro für den Yaris Cross 1.5 Hybrid 130 in der Ausstattung Active.

So liest sich der Rest der Preisliste: Die Version Style startet bei 29.000 Euro, GR Sport bei 29.800 Euro und das Topmodell Style Plus Premiere bei 31.400 Euro. Allradantrieb gibt es nicht überall: Der Hybrid 130 AWD-i in der Ausstattung Style kostet 31.500 Euro, der Style Plus Premiere AWD-i 33.900 Euro.

Und ja, all diese Zahlen enthalten bereits Toyotas Einführungsrabatte und Aktionen. Schon die Basis macht Eindruck: 17-Zoll-Leichtmetallräder, LED-Scheinwerfer, ein Multimediasystem mit 10,5-Zoll-Bildschirm, Android Auto und Apple CarPlay, automatische Klimaanlage, elektrische Feststellbremse, Rückfahrkamera, Parksensoren vorn und hinten, adaptiver Tempomat und ein ganzes Paket an Sicherheitssystemen mit mehreren Airbags.

Die Ausstattung Style ergänzt 18-Zoll-Räder, ein 12,3-Zoll-Digitalkombiinstrument, beheizbare Vordersitze, eine elektrische Heckklappe mit berührungsloser Öffnung und einen Totwinkelwarner. GR Sport spielt die Charakterkarte: Bodykit, Zweifarblackierung, eigene 18-Zoll-GR-Sport-Räder und eine Ausstattung aus Leder und Alcantara. Gegen Aufpreis gibt es das Plus-Paket — mit Panoramadach, Head-up-Display und JBL-Soundsystem.

Unter der Haube keine Überraschungen — und das ist eher gut so. Die Kernversion Hybrid 130 kombiniert einen 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner mit einem Elektromotor. Die Systemleistung beträgt 130 PS und 185 Nm, das Getriebe ist ein e-CVT. In einzelnen Ländern bleibt das kleinere System Hybrid 116 im Programm — 116 PS und 141 Nm.

Standardmäßig ist der Yaris Cross frontgetrieben. Doch der Hybrid 130 schaltet die AWD-i-Versionen frei: An der Hinterachse sitzt ein separater Elektromotor, der bei Traktionsverlust einspringt und bis 70 km/h hilft. Zum Geländewagen macht das den Yaris Cross nicht — aber auf nasser Straße, Schnee, Schotter und steilen Anstiegen zahlt sich diese Lösung dort aus, wo gewöhnlicher Frontantrieb kapituliert.

Toyota nennt einen Durchschnittsverbrauch von 4,4 l/100 km im WLTP-Zyklus. Um diese Effizienz ging es die ganze Zeit: Dank des Hybrids erhält der Yaris Cross in Spanien das ECO-Umweltkennzeichen — und damit Vorteile beim Fahren und Parken in Städten mit Beschränkungen.

Toyota hat aus seinem Bestseller kein Experiment gemacht. Der Hersteller hat schlicht verstärkt, wofür die Kunden ohnehin kommen: ein effizienter Hybrid, eine kompakte Karosserie, praktische Ausstattung — und Allradantrieb dort, wo die meisten Rivalen ihn schlicht nicht anbieten.

toyota.com