Dmitry Yakin

So klein hat sich Fords Elektro-Pickup keiner vorgestellt

Neue Erlkönig-Fotos machen es klar — Fords 30.000-Dollar-Pickup ist kein F-150 Lightning, sondern ein kompakter Stadt-Truck im Visier des Maverick. Und der Innenraum ist geleakt.

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Ford hat sein spannendstes Projekt zurück auf die Straße gebracht — und die neuen Aufnahmen beantworten endlich die große Frage. Das ist nicht der „elektrische Ranger“, auf den viele gehofft haben. Es ist etwas Kleineres und Cleveres: ein kompakter Stadt-Pickup für rund 30.000 Dollar, mit Marktstart schon 2027.

Laut autoevolution steht der Prototyp auf der neuen Universal-EV-Plattform — jener, die Ford mit seinem geheimen Skunkworks-Team in Long Beach ausbrütet. Die Marke nennt den Wagen stolz einen Mittelklasse-EV-Pickup. Doch die Proportionen verraten etwas anderes: Er steht dem Ford Maverick und dem Hyundai Santa Cruz näher als jedem „erwachsenen“ Truck. Niedrige Bodenfreiheit, akribische Aerodynamik, ein versteckter Dachspoiler — alles schreit dasselbe. Das ist kein Pickup für Geröll und Holzwege. Das ist ein Pickup für die Stadt, den Vorort und leichte Alltagsaufgaben.

Baldauf

Und hier ist der große neue Hinweis — der Innenraum. Durch ein Seitenfenster erwischten Fotografen einen großen Zentralbildschirm, hoch über dem Armaturenbrett montiert. Der Tesla-Vibe ist unverkennbar. Doch das Rätsel bleibt: Wählt Ford ein horizontales Layout — oder behält er die vertikale Logik aus Mustang Mach-E und F-150 Lightning bei?

Außen steckt der Prototyp noch fest im Tarnkleid. Zu erkennen sind Aussparungen unten an der Front und nahe der Haube — dort versteckt sich höchstwahrscheinlich eine Frontkamera. Schwarzer Stoff verhüllt Haube und Heckscheibe, wodurch die Karosserie größer und grober wirkt, als sie es in der Serie sein wird. Fords frühere Teaser deuten an: Das finale Design fällt deutlich runder aus.

Und genau hier schneidet die Spannung tiefer als bei den meisten teuren Elektro-Trucks. Der F-150 Lightning geriet zu groß und zu teuer für den Massenkäufer. Die Nische der günstigen EV-Pickups formt sich gerade erst. Slate verspricht ein noch schlichteres, günstigeres Modell — doch Ford kommt mit einem anderen Trumpf: einem Händlernetz, Markenkraft und der Chance, einen elektrischen Maverick zu bauen, ohne einen einzigen Tropfen Benzin.

Sollten diese kompakten Elektro-Pickups in den USA wirklich zum Massenphänomen werden, könnten sie in ein paar Jahren anderswo auf den Gebrauchtimport-Markt sickern. Doch der 30.000-Dollar-Zauber wirkt nur zu Hause — mit Fracht und Einfuhrzöllen vergleichen Käufer schnell die Endsumme, nicht die schöne Idee.

A. Krivonosov