Porsche greift noch tiefer durch, und niemand weiß genau wie tief
CEO Michael Leiters präsentiert am 22. Juli einen neuen Sparplan — mehr als 4.000 zusätzliche Jobs stehen bei Porsche auf dem Spiel.
Porsche bereitet sich auf den nächsten Schlag für die Belegschaft vor — und diesmal könnte es um Tausende gehen. CEO Michael Leiters will dem Aufsichtsrat am 22. Juli die Details eines neuen Sparplans vorstellen. Erste Verhandlungsergebnisse sollen kurz danach bekannt gegeben werden. Laut Handelsblatt stehen mehr als 4.000 zusätzliche Arbeitsplätze auf dem Spiel — zusätzlich zu den bereits beschlossenen Kürzungen. Die endgültige Zahl ist noch nicht bestätigt — doch die Unruhe in der Belegschaft wächst.
Und das Messer war bereits im Einsatz: Porsche hatte zuvor die Streichung von 3.900 Stellen beschlossen, weitere 500 Jobs fallen durch die Schließung von Tochtergesellschaften weg. Der neue Plan soll den Konzern schlanker machen — weniger Modelle, weniger Randaktivitäten, mehr Rentabilität. Die Zielspanne der operativen Marge liegt bei 10–15 %. Auf dem Papier klingt das vernünftig. In der Praxis bedeutet es Entlassungen.
Vorerst streiten beide Seiten über den Preis. Arbeitnehmervertreter fordern eine Garantie: Die Standorte Zuffenhausen, Leipzig und Weissach sollen für mindestens zehn Jahre gesichert werden — faktisch bis 2035. Die Familien Porsche und Piëch, die den Konzern kontrollieren, halten diesen Zeitraum für unbezahlbaren Luxus. Eine Einigung gibt es bislang nicht.
Und es geht nicht nur ums Prinzip — es geht ums Geld. Ein einziges Fahrzeug aus Zuffenhausen kostet den Konzern allein an Werkskosten mehr als 10.000 Euro. Ein stolzer Preis für einen Standort, den alle um jeden Preis erhalten wollen. Kein Wunder, dass eine Verlagerung der Taycan-Produktion nach Leipzig — oder ein schrittweises Auslaufen des Modells — jetzt auf dem Tisch liegt. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Aber die Option wird ernsthaft diskutiert.