Fiat nimmt die Wahl – und verlangt für den Rest mehr Geld
Der Hybrid-110-Antrieb verschwindet aus dem Fiat 600, übrig bleibt nur die teurere 145-PS-Version – zu einem höheren Preis als zuvor.
Fiat trifft eine Entscheidung, die Käufern nicht gefallen dürfte: Der günstigere Motor verschwindet, und der teurere muss allein die ganze Last tragen. Der Mild-Hybrid-Antrieb „Hybrid 110“ fällt aus dem Programm des Fiat 600. Als einzige Benzinvariante bleibt der Fiat 600 Hybrid 145 mit 145 PS.
Und hier wird es ärgerlich: Weniger Auswahl bedeutet nicht automatisch einen niedrigeren Preis. Im Gegenteil. Weil die Einstiegsversion wegfällt, steigt der Mindestpreis des Benzin-Crossovers. Früher kostete das günstigste Modell — eben jener Hybrid 110 — ab 28.499 Euro. Jetzt liegt der Einstiegspreis für den 600 bei 29.999 Euro, und dafür bekommt man den Hybrid 145. Damit nicht genug — Fiat hat zusätzlich alle Versionen des 600 Hybrid sowie den elektrischen 600e um weitere 500 Euro verteuert. Das Ergebnis: Der elektrische Fiat 600e kostet jetzt genauso viel wie die stärkste Benzinversion — 29.999 Euro.
Zufall? Kaum. Fiat scheint den Preisunterschied zwischen Benzin und Elektro bewusst zu verwischen — und schiebt Käufer damit Richtung 600e. Die Benzin-Palette wurde einfacher, aber teurer. Elektromobilität ist damit kein Aufpreis-Thema mehr — sie kostet genauso viel wie der klassische Motor. Wer noch nicht bereit für den vollelektrischen Umstieg ist, dem bleibt nur eine einzige Benzinoption — und die ist längst kein Schnäppchen mehr.