Diese SUV-Marke feiert ihren Start, aber niemand kennt den echten Preis
Der Freelander 8 von Chery und Jaguar Land Rover startet am 3. September in China — doch der aktuelle Preis von 329.900 Yuan könnte den Tag nicht überleben.
Es bleibt weniger als eine Woche, und der Preis ist noch immer reine Spekulation. Am 3. September kommt der Freelander 8 – das erste Serienmodell der neuen Marke aus dem Joint Venture von Chery und Jaguar Land Rover – offiziell auf den chinesischen Markt. Der Haken dabei: Die aktuell kursierenden 329.900 Yuan (rund 48.650 US-Dollar) gelten nur mit befristeten Rabatten, nicht als bestätigter finaler Grundpreis.
Vergleichen Sie selbst. Bei der Öffnung der Vorbestellungen am 14. August lag der fünfsitzige Freelander 8 bei 339.900 Yuan, die sechssitzige Pro-Version bei 349.900 Yuan. Genau deshalb wird der 3. September zur echten Bewährungsprobe: Hält die Marke die gesenkte Einstiegsschwelle, oder löst sich der Rabatt zusammen mit dem Aktionszeitraum in Luft auf?
Technisch gibt es kaum noch Überraschungen – alle Karten liegen längst auf dem Tisch. Der EREV kombiniert einen 1,5-Liter-Benzingenerator mit zwei Elektromotoren für Allradantrieb mit zusammen 610 kW – rund 829 PS – und 813 Nm Drehmoment. Von 0 auf 100 km/h geht es in nur 4,6 Sekunden. Im Ernst.
Eine CATL-Batterie mit 60,3 kWh liefert bis zu 310 km rein elektrische Reichweite nach CLTC. Und das 800-Volt-System mit 6C-Ladeunterstützung macht das Nachladen fast überflüssig: 20 auf 80% in angeblichen 12 Minuten. Nur sollte man diese 310 km nicht direkt mit dem europäischen WLTP vergleichen – CLTC liefert traditionell höhere Werte.
Bei 5.118 mm Länge und 3.040 mm Radstand wird der Freelander 8 mit fünf oder sechs Sitzen angeboten. Zur Ausstattung gehören eine Zweikammer-Luftfederung, eine mechanische Vorderachssperre und Hinterachslenkung mit bis zu 10 Grad Lenkwinkel. Alle chinesischen Versionen erhalten zudem Huaweis Qiankun ADS 5.
Das Interesse am Auto entflammte schon vor dem eigentlichen Marktstart: In den ersten 48 Stunden nach Öffnung der Vorbestellungen meldete der Hersteller mehr als 10.000 Anfragen. Allerdings sind Anzahlungen bei chinesischen Marken meist erstattungsfähig, weshalb die Zahl der Vorbestellungen nicht mit künftigen Auslieferungen gleichzusetzen ist.
Und China ist nur der Anfang. Vorserien-Exemplare des Freelander 8 fahren bereits auf Teststrecken in den VAE, der Nahe Osten gilt als erster Exportmarkt. Der 3. September ist deshalb nicht nur wegen des Preises wichtig: Er zeigt die endgültige chinesische Konfiguration, an der sich die Auslandsversionen später orientieren werden. Merken Sie sich diesen Tag.