Dieser Audi Q5 ist gar kein Audi — und Porsche will es niemand verraten
Erneute Erprobung in Spanien — und Porsche schweigt weiter über das, was wirklich darunter steckt.
Unter der Karosserie eines Audi Q5 testet Porsche erneut seinen künftigen kompakten Verbrenner-SUV — und offenbar möchte der Konzern nicht, dass das vorzeitig auffällt. Eine neue Serie von Erlkönigfotos von SH Proshots entstand bei Hitzetests in Spanien: Der Kühlergrill des Erlkönigs hat sich bereits verändert, eine Serienkarosserie ist aber noch nicht zu sehen.
Das Auto schon jetzt als neuen Benzin-Macan zu bezeichnen, wäre allerdings verfrüht. Porsche hat diese Tür offiziell geschlossen: Nach dem Ende der aktuellen Generation soll der Macan rein elektrisch weiterleben. Parallel dazu hat der Konzern aber die Entwicklung eines separaten SUV mit Verbrennungs- und Hybridantrieben bestätigt — eines Fahrzeugs, das technische „Synergien“ innerhalb des Volkswagen-Konzerns nutzen soll.
Genau dieses Fahrzeug war bereits in einer früheren Testphase aufgetaucht — ebenfalls unter der Hülle eines Audi Q5 getarnt. Jetzt ist das Projekt in ein heißes Klima umgezogen, doch Porsche schweigt weiterhin: kein Name, keine Plattform, keine Motoren, kein Starttermin. Die Bezeichnung Project Octan, die Architektur PPC, V6- und Vierzylindermotoren sowie eine PHEV-Reichweite von über 100 km bleiben deshalb Gerüchte und keine Werksangaben.
Und jetzt zu den Zahlen, die vieles erklären. Zwischen Januar und Juni 2026 hat Porsche 35.315 Macan ausgeliefert. Davon waren 19.695 Fahrzeuge der auslaufenden Generation mit Verbrennungsmotor — und nur 15.620 elektrisch. Der Benziner verkaufte sich fast viertausend Mal öfter als das E-Modell. Und ausgerechnet dessen Produktion wurde Ende Juli eingestellt. Zufall? Kaum.
Der elektrische Macan bleibt derweil im Programm und entwickelt sich weiter: Das Modelljahr 2027 bringt neue Ausstattung und verbesserte Ladefunktionen, auch wenn sich an der Technik grundsätzlich nichts geändert hat.
Porsche macht den Macan also nicht rückgängig zum Verbrenner. Der Konzern baut daneben einen zweiten kompakten SUV auf — für Kundinnen und Kunden, die einen Verbrennungsmotor oder einen Plug-in-Hybriden wollen, kein Ladekabel. Die neuen Tests in Spanien zeigen: Das Projekt ist längst über die ersten Erprobungsträger hinausgewachsen. Bis zum Serienauto ist es aber noch ein weiter Weg.